Wadephuls Afrika-Reise: Hauptstädte verwechselt

Hauptstädte verwechselt

Foto-Panne bei Wadephuls Afrika-Reise


23.01.2026 – 00:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Johann Wadephul (CDU), Außenminister, kommt während einer Reise nach Äthiopien am Flughafen Addis Abeba an. (Quelle: Sebastian Gollnow)

Zwei afrikanische Hauptstädte in zwei Tagen: Da kam das Instagram-Team von Außenminister Johann Wadephul wohl durcheinander.

Außenminister Johann Wadephul bereist gerade Ostafrika. Auf Instagram gibt es sowohl in Storys als auch in Beiträgen Einblicke in seine Reise. Der Politiker nimmt selbst Clips im Flieger auf, sein Team stellt außerdem Updates zur Reise zusammen. Doch dabei ist ein Fehler passiert.

In einer seiner Storys schrieb der Außenminister: „Guten Morgen aus Äthiopien. Die zweite Station meiner Reise führt mich heute nach Addis Abeba, die höchste Hauptstadt Afrikas. 2.200 bis 2.300 Höhenmeter.“ Doch das Bild, das hinter dem Textkasten stand, zeigte eine andere afrikanische Hauptstadt: Nairobi. Deutlich war die markante Skyline der kenianischen Stadt mit dem Britam Tower zu sehen. „Seit 120 Jahren pflegen wir unsere diplomatischen Beziehungen. Das Land wandelt sich rasant und beschreitet einen beeindruckenden Reformpfad“, hieß es weiter.

Einige Follower bemerkten den Lapsus, und das PR-Team des Ministers nahm die Story wieder raus. „Das Presseteam des Auswärtigen Amts bedankt sich für das aufmerksame Verfolgen unserer Kanäle und den wertvollen Hinweis. Das entsprechende Bild wurde inzwischen angepasst“, sagte ein Sprecher der „Bild“-Zeitung.

Nun heißt es auf Instagram: „Unsere Länder verbinden mehr als 60 Jahre diplomatische Beziehungen“. Im Hintergrund war dann auch die richtige Stadtansicht von Addis Abeba zu sehen.

In Addis Abeba plante der CDU-Politiker unter anderem ein Gespräch mit seinem Kollegen Gedion Timothewos. Zudem war ein Besuch der in der Stadt angesiedelten Zentrale der Afrikanischen Union (AU) sowie ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der AU-Kommission, dem ehemaligen dschibutischen Außenminister Mahmoud Ali Youssouf, vorgesehen.

Wadephul (CDU) sieht Afrika als „Chancenkontinent“ auch für die deutsche Wirtschaft, der aber noch nicht ausreichend wahrgenommen werde. „Deswegen sehen wir immer wieder, dass bedauerlicherweise ein chinesisches Engagement vor uns da ist, schneller da ist und effektiver hilft“, sagte er nach einem Treffen mit seinem kenianischen Amtskollege Musalia Mudavadi in Nairobi. „Und ich glaube, das ist eine Lehre, die wir jetzt ziehen müssen. Wir müssen flexibler werden, wir müssen schneller werden.“

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