Letzter „Tatort“ für Münchner Ermittler

Wachtveitl und Nemec wollten nicht sterben

07.04.2026 – 09:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, l.) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) in einer „Tatort“-Szene: Am Ostermontag lief der letzte Krimi mit den beiden. (Quelle: Hendrik Heiden/dpa)

Die Münchner „Tatort“-Kommissare haben ihren 100. und letzten Fall abgeliefert. Der Wunsch der Schauspieler war, ihre Figuren mögen überleben. Wurde der erfüllt?

Das war’s mit Leitmayr und Batic. Die ARD hat am Ostermontag den letzten Münchner „Tatort“ mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl als Kommissarenduo ausgestrahlt. In ihrem 100. Fall, dem zweiten Teil der Doppelfolge „Unvergänglich“, wird den Schauspielern ihr Abschiedswunsch erfüllt: Denn ihre Figuren überleben – wenn auch knapp.

Als Franz Leitmayr (Wachtveitl) am Ende, nach dem finalen Showdown mit dem kriminellen Kontrahenten, blutüberströmt und reglos abtransportiert wird, gibt es ein paar Schrecksekunden. Dabei hat Kollege Ivo Batic (Nemec), ihm doch noch kurz vorher den Kopf gewaschen: „Spinnst Du, willst Du Dich im letzten Fall erschießen lassen?“

Lässt er seinen Dauerkollegen, der wiederum heldenhaft von seinem einstigen Assistenten und jetzigen Nachfolger Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) gerettet wird, etwa auf den letzten Metern doch noch allein? Natürlich nicht! Kurz darauf stehen die beiden zusammen unter kroatischer Sonne – und reiten gewissermaßen gemeinsam im roten Porsche in den Sonnenuntergang.

Bis zuletzt war geheim gehalten worden, wie genau es mit den Kommissaren zu Ende geht. Im Vorfeld hatten die Schauspieler sich einen Abgang gewünscht, der zu ihnen passt und nicht allzu dramatisch ist. Der „Bild“-Zeitung sagte Nemec: „Häufig kamen Fragen, wie unsere Geschichte denn enden würde. Ich durfte dann immer nur sagen: ‚Hoffentlich sterben Batic und Leitmayr nicht.‘ Heute kann ich endlich sagen: Udo und ich wollten in unseren Rollen nie sterben.“

Dahinter stecke aber nicht der Gedanke, dass man sich eine Rückkehr offenhalten wolle: „Sondern weil wir beide positiv zum Leben stehen. Ich finde, es muss nicht immer so dramatisch enden. Deshalb fanden Udo und ich einen positiven Ausgang nach 35 Jahren einfach besser“, so der 71-Jährige.

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