
Gebrauchtwagen-Check
VW ID.4 und ID.5 beim TÜV: Diese Schwäche ist typisch
30.01.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Allrad, viel Platz, hohe Zufriedenheit laut ADAC – aber eine Schwäche trübt die Bilanz der VW-Stromer. Was steckt hinter den häufigen Beanstandungen?
ID.4 und ID.5 sind Geschwisterautos: Beide schnittig, das eine aber mit schrägerem Heck. Zugerechnet werden sie der Mittelklasse. Ein passendes Stichwort: Denn auch hinsichtlich ihrer TÜV-Bilanz sind die Modelle Typen der Mitte: Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) lieferten sie meist Durchschnittswerte ab, so der „Auto Bild TÜV-Report 2026“.
Und wen wundert’s? Im E-Auto-Ranking des Reports landet das Duo auf Platz 9 von 18. Ein Manko ist dabei typisch für Stromer.
Laut „Auto Bild TÜV-Report 2026“ sind die Beleuchtungskomponenten „sehr gut“, alle Beanstandungsquoten sind auf niedrigem Niveau. Gleiches gilt für die Bremsleitungen, -schläuche und Scheiben. Ölverlust am Getriebe, auch bei E-Autos möglich, wird bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) bislang nicht festgestellt.
Vor allem das Abschneiden der Fußbremse zieht die HU-Bilanz in den Keller. Fünfmal häufiger als im Durchschnitt wird ihre Funktion bemängelt – ein grundsätzlich typisches Phänomen bei Antrieben mit Rekuperation (Energierückgewinnung durch Loslassen des Fahrpedals; die Bremse wird dadurch seltener benutzt). Zwar niedrige, aber in dem Bereich dennoch erhöhte Quoten zeigen die Achsaufhängungen der Geschwister.
ID.4 und ID.5 sorgen mit Blick auf die ADAC-Pannenstatistik, die Fahrzeuge im Alter von zwei bis neun Jahren erfasst, ab dem Erstzulassungsjahr 2022, für eine „hohe bis sehr hohe Zufriedenheit“. Daten für 2020er-Modelle liegen dem Club nicht vor. Pannenschwerpunkte oder auffällige Bauteile gibt es demnach nicht zu vermelden.
Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern – drei Preisbeispiele: