Wegen Einsturzgefahr

Berlin sperrt wichtige Ringbahn-Brücke

Aktualisiert am 31.03.2026 – 05:05 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Umleitungsschild (Symbolbild): Mit dem Masterplan Brücken 2025-2040 will die Verkehrsverwaltung die Brücken in Berlin auf Vordermann bringen. (Quelle: Tim Brakemeier/dpa)

Prenzlauer Berg verliert ab 1. April eine wichtige Brücke – für anderthalb Jahre. Was Berliner Behörden über das Risiko des Bauwerks herausgefunden haben.

Die Dunckerbrücke in Prenzlauer Berg wird ab dem 1. April gesperrt sein. Der Grund: Das Bauwerk muss vollständig neu errichtet werden. Das teilte die Berliner Verkehrsverwaltung mit.

Die Sperrung gilt entlang der Dunckerstraße zwischen der Ahlbecker Straße und der Kanzowstraße. Eine Umleitung werde ausgeschildert, so die Behörde. Anwohner und Schüler der angrenzenden Schulgebäude sowie Besucher des Dunckerclubs sollen die umliegenden Gebäude während der gesamten Bauzeit weiterhin erreichen können.

Die Brücke, die über zwei S-Bahn- und zwei Fernbahngleise führt, wurde 1976 aus Hennigsdorfer Spannbeton errichtet – demselben Material, aus dem auch die Carolabrücke in Dresden gebaut wurde, die eingestürzt war. Bei Bauwerken dieser Art besteht die Gefahr der sogenannten Spannungsrisskorrosion: Durch das Zusammenwirken von Spannung und Korrosion können sich plötzlich Risse bilden, die im gravierendsten Fall – wie in Dresden geschehen – zum Einsturz führen können.

Sobald der Rohbau steht, sollen Fußgänger und Radfahrende die neue Brücke laut Verwaltung schnellstmöglich nutzen können. „Dies wird voraussichtlich bereits im 3. Quartal 2027 möglich sein.“ Die vollständige Fertigstellung des Neubaus ist den Plänen zufolge für das dritte Quartal 2028 vorgesehen.

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