Vogelgrippe tötet zahlreiche Wildvögel in der Hauptstadt

Tierseuche in der Hauptstadt

Vogelgrippe tötet zahlreiche Wildvögel in Berlin

06.02.2026 – 11:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Schwan steht auf dem zugefrorenen Engelbecken vor einem Schlittschuhläufer (Archivbild): Die Vogelgrippe zirkuliert weiter in Berlin. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Der seit Herbst grassierende Vogelgrippe-Ausbruch setzt sich fort. In Berlin sind mehrere Wildvögel gestorben. Was man tun sollte, wenn man ein totes Tier entdeckt.

In Berlin sind erneut zahlreiche Kraniche, Schwäne und andere Wasservögel an der Vogelgrippe gestorben. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat zuletzt 14 Wildvögel positiv auf das Virus getestet, teilt die Verbraucherschutzverwaltung mit.

Eine Bestätigung durch das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut steht noch aus. Auffällig sei die hohe Zahl an infizierten Schwänen, heißt es von den Behörden. Betroffen seien neben Wassergeflügel auch Greifvögel, Möwen und Graureiher. Die Tiere hätten sich vermutlich infiziert, weil sie verendete Vögel fraßen.

„Durch den strengen Winter hat sich die Infektionslage verschärft“, stellt die Verwaltung fest. Wasservögel versammelten sich in großer Zahl auf den wenigen eisfreien Wasserflächen. Dadurch steige das Risiko der Übertragung des besonders krankheitserregenden Virus. In Nachbarschaftsgruppen wurden Fotos von toten Schwänen auf dem gefrorenen Landwehrkanal geteilt.

Im Zusammenhang mit dem seit Herbst 2025 andauernden Ausbruchsgeschehen, sind in Berlin den Angaben der Verwaltung zufolge bislang 41 Wildvögel verendet. Deutschlandweit erreichte die Ausbreitung der hochansteckenden Virusvariante H5N1 eine neue, dramatische Dimension. Besonders betroffen war Brandenburg, wo nach Behördenangaben allein mehr als 1.000 Kraniche im Linumer Teichgebiet verendeten.

Kranke oder tote Tier sollten auf keinen Fall angefasst werden, rät die Verwaltung, auch einzelne Federn nicht. Wer tote oder erkrankte Kraniche, Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte den Fund der zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks melden.

Der derzeit vornehmlich auftretende Subtyp H5N1 ist in der Vergangenheit in Einzelfällen bei engem Kontakt mit erkrankten Vögeln auch auf den Menschen übertragen worden und hat teils zu Erkrankungen geführt – die Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher jedoch nicht nachgewiesen, wie die Behörde erklärt.

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