Vitamin K ist lebenswichtig. Erfahren Sie hier, welche Rolle es bei der Blutgerinnung spielt und was bei einem Vitamin-K-Mangel passiert.

Ohne Vitamin K könnten wichtige Funktionen im Körper nicht aufrechterhalten werden. Zum Beispiel ist das Vitamin am Knochenstoffwechsel beteiligt. Insbesondere ist es aber von großer Bedeutung für die Blutgerinnung.

Normalerweise stellen kleine Verletzungen – etwa ein Schnitt in den Finger – für den Körper kein großes Problem dar: Sie hören in der Regel schon nach kurzer Zeit auf zu bluten. Dieser Schutzmechanismus ist das Ergebnis eines komplexen Prozesses: der Blutgerinnung.

Sobald ein Blutgefäß beschädigt ist und es zu einer Blutung kommt, sammeln sich an der Blutungsstelle Blutplättchen. Zudem sind sogenannte Gerinnungsfaktoren beteiligt: Dabei handelt es sich um bestimmte Eiweiße aus der Leber. Die Gerinnungsfaktoren bewirken unter anderem, dass sich vermehrt Blutplättchen an der Gefäßwand anlagern, dass sich neues Gewebe bildet und dass sich die Wundränder zusammenziehen. Auf diese Weise wird die Blutung rasch gestillt und der Heilungsprozess angestoßen.

Vitamin K wird unter anderem in der Leber benötigt, um Gerinnungsfaktoren aus inaktiven Vorstufen zu bilden. Ist zu wenig Vitamin K vorhanden, ist die Blutgerinnung gestört.

Vitamin K ist nicht nur für die Blutgerinnung wichtig, sondern auch für den Knochenstoffwechsel. So aktiviert es etwa das Knochenprotein Osteocalcin, das die Grundstruktur der Knochen bildet und Calcium bindet.

Ein Vitamin-K-Mangel führt zu einer erhöhten Blutungsneigung, weil die Blutgerinnung nicht mehr richtig funktioniert. Dadurch steigt das Risiko für spontane Blutungen wie beispielsweise Nasenbluten. Zudem können Verletzungen länger bluten als normal. Mehr zum Thema Vitamin-K-Mangel lesen Sie hier.

Gefährlich kann ein Vitamin-K-Mangel vor allem für Säuglinge werden. Neugeborene haben von Natur aus einen niedrigen Vitamin-K-Spiegel, weshalb sie in der Regel zusätzliches Vitamin K erhalten. Ohne diese Vorsorge ist das Risiko für schwere Blutungen erhöht.

Möglicherweise führt ein Mangel an Vitamin K nicht nur zu Störungen der Blutgerinnung, sondern steht auch mit Osteoporose (Knochenschwund) in Zusammenhang. Inwiefern, ist jedoch nicht abschließend in Studien untersucht.

Der Körper kann Vitamin K nur in sehr geringem Maße selbst bilden. Daher ist er auf Lebensmittel angewiesen, die viel davon enthalten. Dazu zählen zum Beispiel grünes Gemüse wie Grünkohl, Brokkoli oder grüner Blattsalat, aber auch viele tierische Nahrungsmittel.

Gesunde Erwachsene müssen bei einer ausgewogenen Ernährung keinen Vitamin-K-Mangel befürchten. Mangelerscheinungen sind selten und kommen nur in bestimmten Fällen vor – etwa bei Erkrankungen wie Morbus Crohn, einer Zöliakie oder dem Kurzdarmsyndrom.

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