
„Das ist ein verlorener Kampf“
Kompany wehrt sich gegen Guardiola-Vergleich
Aktualisiert am 13.01.2026 – 13:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Vincent Kompany könnte mit dem FC Bayern einen historischen Rekord von Pep Guardiola übertreffen. Vergleiche mit seinem Mentor lehnt er aber vehement ab.
Wenn das mal keine besondere Extramotivation ist: Mit einem Sieg am Mittwochabend (20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) beim 1. FC Köln könnte Chefcoach Vincent Kompany einen Rekord von Pep Guardiola übertreffen und mit dem FC Bayern die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte perfekt machen. Genau wie Guardiolas Mannschaft in der Saison 2013/14 könnten die Kompany-Bayern auf 47 Punkte kommen. Das Torverhältnis von +51 ist dabei aber schon jetzt deutlich besser als damals (+35 Tore).
Als t-online Kompany am Dienstagvormittag auf diese mögliche historische Bestmarke ansprach, wehrte der sich aber vehement gegen den Vergleich mit seinem langjährigen Trainer bei Manchester City.
Das konnte man schon erahnen. Denn wie immer, wenn es um brisante Themen geht, bei denen er ganz genau verstanden werden möchte, wechselte der Belgier bei der Beantwortung der Frage nämlich vom Deutschen ins Englische. „Ich kann und will mich nicht vergleichen, es ist für einen Trainer unmöglich, sich mit Pep zu vergleichen. Das ist ein verlorener Kampf – von Anfang an“, sagte Kompany.
„Vielleicht verstehe ich es besser, weil ich selbst Spieler war und als Trainer diese Achterbahnfahrt der Gefühle miterlebt habe – die Liga zu gewinnen (die Zweitligameisterschaft mit dem FC Burnley in die Premier League; Anm. d. Red.), den Abstieg, den Gewinn der Liga (die Meisterschaft 2025 mit Bayern; Anm. d. Red.). Ich befinde mich jetzt seit dreieinhalb Jahren immer noch in diesem Prozess.“
Und weiter: „Weil ich diese Erfahrung gemacht habe, weiß ich: Wenn Sie sagen, meine Punktausbeute – das ist nicht meine Punktausbeute, das ist die der Spieler!“ Zum Abschluss seines Statements wechselte Kompany dann wieder ins Deutsche und sagte: „Es sind die Spieler, die das geschafft haben. Es sind die Spieler, die die Tore machen. Ich verstehe das ganz gut, und deswegen will ich auch nicht meine Rekorde mit jemand anderem vergleichen, das ist mir völlig egal.“