
Grippesaison traf Hamburg hart
Zahl stationärer Grippefälle steigt drastisch an
01.12.2025 – 13:16 UhrLesedauer: 2 Min.
In Hamburg mussten 2024 im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Menschen wegen Grippe ins Krankenhaus. Dutzende Menschen starben – besonders eine Gruppe ist betroffen.
Im Jahr 2024 wurden in den Hamburger Krankenhäusern 909 Patientinnen und Patienten wegen einer Virusgrippe stationär behandelt – ein Anstieg um satte 125 Prozent im Vergleich zu 2023. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistikamts Nord hervor.
Laut Statistikamt Nord waren rund 40 Prozent der stationär behandelten Grippepatienten 65 Jahre oder älter. Auch Kleinkinder unter fünf Jahren waren häufig betroffen: Sie machten gut 23 Prozent der Fälle aus. Insgesamt 42 Menschen starben an den Folgen der Influenza – drei Viertel von ihnen waren über 64 Jahre alt.
Die Grippe zählt damit zwar zu den weniger häufigen Einweisungsgründen, fällt 2024 aber durch ihren deutlichen Anstieg aus dem Rahmen.
Insgesamt wurden in Hamburger Kliniken im Jahr 2024 rund 340.000 vollstationäre Behandlungen durchgeführt. Besonders häufig betroffen:
Die größte Altersgruppe unter den Patienten waren Menschen ab 65 Jahren – sie machten 43 Prozent aller Krankenhausbehandlungen aus.
Jede dreizehnte Klinikaufnahme in Hamburg hatte 2024 psychische oder Verhaltensstörungen als Hauptursache. Besonders auffällig: Trotz eines dichten Netzes von ambulanten Angeboten mit über 5.000 niedergelassenen Ärzt:innen waren viele stationäre Behandlungen nötig.
Rund 8.200 Menschen starben im vergangenen Jahr während eines Klinikaufenthalts in Hamburg. Das entspricht etwa 2,4 Prozent aller stationären Fälle. Am häufigsten verstarben Patienten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.