Iran-Krieg treibt Ticketpreise
Osterurlaub wackelt: Deutsche ändern ihre Reisepläne
01.04.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Gesperrte Lufträume, teurere Tickets, wegfallende Zwischenstopps: Der Krieg im Iran beeinflusst auch deutsche Urlauber, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
Der Krieg im Iran hält weiter an, die Lage im Nahen Osten ist angespannt. Dies hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Denn aufgrund der Reisewarnung, die das Auswärtige Amt unter anderem für die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Katar ausgesprochen hat, fallen wichtige Zwischenstopps für Fernreisende weg.
Auch andere Faktoren wie die steigenden Ölpreise und die Sperrungen des Luftraums beeinflussen den Flugverkehr. Reisende sind zunehmend verunsichert und viele Deutsche buchen nun den bereits geplanten Osterurlaub um, wie eine repräsentative Umfrage des Online-Brokers XTB mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts TGM zeigt.
So spürt laut der Umfrage jeder vierte Deutsche die Auswirkungen des Kriegs auf seine Urlaubsplanung über Ostern. Während zehn Prozent der Befragten überlegen, ihre Reisepläne zu ändern, haben weitere zehn Prozent ihre Pläne bereits angepasst, etwa durch ein anderes Reiseziel. Insgesamt vier Prozent haben ihre Reise komplett storniert. Der Rest der Befragten hält an der geplanten Reise fest oder hatte ohnehin keinen Urlaub gebucht.
Die steigenden Ölpreise haben auch Einfluss auf die Kosten für Flugtickets. Besonders die Flüge zwischen Europa, Afrika und Asien sind in den vergangenen Wochen im Preis deutlich gestiegen. Laut der Umfrage wollen 20 Prozent der Befragten deshalb in diesem Jahr günstiger verreisen; genauso viele Teilnehmer lassen sich durch die hohen Preise jedoch nicht von ihren Reiseplänen abbringen. Weitere 15 Prozent überlegen, ganz auf einen Urlaub zu verzichten.
Eine Alternative, die offenbar viele in Betracht ziehen, ist, von einer Fernreise abzusehen. Die Hälfte der Befragten würde stattdessen einen Urlaub in Deutschland oder in Europa vorziehen, sollte die Krise weiter anhalten.
Dass viele Urlauber gerade ihre Reisepläne ändern oder gar verwerfen, bekommen vor allem Reisebüros und -veranstalter zu spüren, wie etwa der SWR berichtet. Denn wer Pauschalreisen gebucht hat, könne diese bei bestehender Reisewarnung kostenlos umbuchen, heißt es.
Im Falle einer bevorstehenden Reise sollten Verbraucher die aktuelle Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und sich auf der Seite des Auswärtigen Amtes über Hinweise und Warnungen informieren. Dort werden auch Reiseländer aufgeführt, die zwar nicht von einer Sicherheitsgefahr, jedoch durch Einschränkungen im Flugverkehr betroffen sind. Pauschalreisende sollten sich bei Fragen zu ihren Flügen an ihren Reiseveranstalter wenden.
