Es droht ein Europapokal-Krimi

Die deutschen Teams stehen unter Druck


19.03.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Deniz Undav: Er traf im Europa-League-Hinspiel gegen den FC Porto sehr sehenswert. (Quelle: IMAGO/Grzegorz Wajda)

Die Hinspiele in der Europa League und der Conference League liefen für die Mannschaften aus Deutschland alles andere als optimal. Im Achtelfinal-Rückspiel bangen nun alle drei Teams um ihr Weiterkommen.

Insgesamt haben es drei deutsche Mannschaften ins Achtelfinale der Europa League und der Conference League geschafft: der VfB Stuttgart und der SC Freiburg (beide Europa League) und Mainz 05 (Conference League). Nach dem Hinspiel in der vergangenen Woche droht jedoch jetzt allen das Aus. Die Niederlagen von Stuttgart und Freiburg und das Mainzer Unentschieden setzen die drei Bundesligisten vor den Rückspielen am heutigen Donnerstag unter Druck. Ein Überblick.

Mit dem portugiesischen Topklub FC Porto hat der VfB sicherlich eines der schwersten Lose im Achtelfinale der Europa League gezogen. Mit der 1:2-Niederlage zu Hause in Stuttgart ist die Ausgangslage vor dem Rückspiel schlecht. Auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel betonte Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Der mentale Aspekt des Spiels wird groß sein.“ Von Anfang an müsse es ein sauberes, gut geführtes, aber auch emotionales Spiel werden.

In der Bundesliga konnte der VfB am Wochenende im Topspiel gegen RB Leipzig einen wichtigen Sieg einfahren. Das könnte den nötigen Rückenwind verleihen, um den Tabellenführer der portugiesischen Liga im Rückspiel zu ärgern.

Deniz Undav nahm in den vorigen Wochen beim VfB wieder einmal eine besondere Rolle ein. Mit jeweils einem Tor in jedem der vergangenen sieben Spiele der Stuttgarter zeigte sich der 29-Jährige in einer bestechenden Form. Trainer Hoeneß würdigte seinen Stürmer auf der Pressekonferenz am Mittwoch und unterstrich, dass Undav für den VfB „überragend gute Spiele zeigt“ und „extrem wichtige Tore schießt“. Im anstehenden Spiel muss er eine der Schlüsselfiguren für den VfB sein, um doch noch den Einzug in das Viertelfinale perfekt zu machen. Dort wartet der Sieger aus dem Duell von Nottingham Forest gegen den FC Midtjylland. Hier wäre vermutlich sowohl der VfB als auch Porto der Favorit auf den Einzug in das Halbfinale.

Eine insgesamt enttäuschende Leistung der Freiburger führte zu der 0:1-Niederlage gegen KRC Genk. Die Belgier bestraften das Team von Trainer Julian Schuster, das im Rückspiel nun unter Zugzwang steht. Auch in der Bundesliga konnte Freiburg kein Selbstvertrauen tanken. Gegen Union Berlin verloren die Breisgauer mit 0:1 durch einen späten Gegentreffer in der Nachspielzeit. Freiburg liegt in der Bundesliga jetzt schon elf Punkte hinter Tabellenplatz sechs, der eine Teilnahme am Europapokal garantiert.

All das muss die Schuster-Elf jetzt schnell aus den Köpfen bekommen, um das Aus in der Europa League noch zu verhindern. Für Schuster selbst ist „die Vorfreude ist riesig und diese Energie brauchen wir“. Die eigene Heimstärke der Freiburger könnte ein ausschlaggebender Faktor für diese Vorfreude sein.

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