
Kalte Wohnungen im Winter
130 Mieter frieren bei Eiseskälte – Vermieter vor Gericht
28.11.2025 – 04:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Einer Hamburger Grundstücksgesellschaft droht ein Höchst-Bußgeld: 130 Mieter saßen im Winter ohne Heizung da. Nun muss ein Gericht entscheiden.
Eine Hamburger Grundstücksgesellschaft muss sich vor dem Amtsgericht Verden verantworten. Der Vorwurf: Mehr als 130 Mieter am Niedersachsenring mussten im vergangenen Winter in ihren Wohnungen monatelang frieren, weil die Heizungen ausfielen.
Die Stadt Verden verhängte daraufhin ein Bußgeld von 50.000 Euro gegen die Eigentümer – die Höchststrafe nach dem Niedersächsischen Wohnraumschutzgesetz. Weil das Unternehmen nicht zahlte und Einspruch einlegte, entscheidet nun ein Richter.
Laut Amtsgericht sei das Mietobjekt von Dezember 2024 bis ins Frühjahr 2025 nicht ausreichend beheizt worden. Zwar wurde kurz vor Weihnachten eine mobile Heizanlage installiert – doch auch die fiel wiederholt aus, weil die Eigentümer den Kraftstoff nicht bezahlten. Am Ende sprang die Stadt ein.
Es ist laut Stadt der bislang einzige Fall dieser Größenordnung in Verden. Am 1. Dezember wird vor dem Amtsgericht verhandelt.