Alexander Dobrindt (CSU) gibt ein Statement: Er trat mit Berliner Bürgermeister Kai Wegner (CDU) vor die Presse. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

Es werde immer noch die genaue Fahrtroute des Anschlagswagens ermittelt. Nach der Fahrt sei der Täter „mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf weitere Passanten losgegangen“.

Dobrindt kündigte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen an – etwa für CSD-Kundgebungen in anderen Bundesländern. Dazu sei der Bund bereits in Gesprächen mit den Ländern. „Man kann nicht ausschließen, dass auch solche schrecklichen Taten, solche terroristischen Anschläge auch Nachahmer finden“, sagte der Minister. Die Sicherheitsmaßnahmen müssten „im Zweifelsfall auch deutlich erhöht werden“.

Merz soll zu Trauergottesdienst kommen

14.18 Uhr: Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wird Kanzler Friedrich Merz zu einem Trauergottesdienst in Berlin erwartet.

Bericht über angebliche Festnahme: Polizei bestätigt nicht

13.21 Uhr: Der RBB berichtet, dass es noch in der Nacht eine Festnahme gegeben haben soll. Die Polizei habe Informationen des Senders zufolge einen iranischen Staatsbürger gefasst. Die Beamten würden davon ausgehen, dass er mit im Auto des Attentäters saß. Eine Polizeisprecherin sagte dazu auf Nachfrage von t-online, die Polizei „kann das nicht bestätigen“.

Nachbarn berichten: „Kleine süße Familie“

12.45 Uhr: Ein Nachbar berichtet einer t-online-Reporterin, man habe in der Nacht einen Knall im Treppenhaus gehört, als vermutlich die Wohnung gestürmt wurde. Es sei auch Rauch im Treppenhaus gewesen. Ein anderer Nachbar erzählt, dass er in der Nacht vier Stunden vor dem Haus gestanden habe, bevor er gegen 5 Uhr mit Begleitung hoch in die Wohnung durfte. Über das Umfeld sagt er: „Kleine süße Familie eigentlich“. Der erste Nachbar erzählt auch, Abdul Ballout sei seit Kurzem verheiratet gewesen, die große Hochzeit habe vor dem Haus stattgefunden.

Polizisten tragen einen Karton aus dem Wohnhaus von Abdul Ballout: Weitere Polizisten sollen noch in der Wohnung sein. (Quelle: Leonie Lang/t-online)

Vor ein paar Tagen habe der Nachbar den Tatverdächtigen noch vor dem Haus rauchen sehen. „Wir reden alle untereinander. Wir sind alle befreundet. Es kommt schon komisch rüber.“ Richtig wohnen würde Abdul Ballout in dem Haus allerdings nicht. Eine weitere Nachbarin erklärt, dass Ballout drei Schwestern habe, wobei nicht alle an der Adresse wohnen würden.

Polizei durchsucht Wohnung von Abdul Ballout

12.35 Uhr: Die Polizei hat die Wohnung von Abdul Ballout durchsucht. Eine t-online-Reporterin vor Ort berichtet, dass Polizisten einen Karton mit der Aufschrift „Spusi“ (kurz für „Spurensicherung“) aus dem Wohnhaus in ein Auto tragen. Weitere Polizisten seien noch in der Wohnung, ein Spürhund geht in die Wohnung.

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