
XXL-Baustelle
Busnutzer im Münchner Westen sind gestresst
Aktualisiert am 26.11.2025 – 16:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Bauarbeiten der Tram-Westtangente sind in vollem Gang. Bagger sind angerollt, Radwege, Bürgersteige und Straßenzüge gesperrt. Das wirkt sich auf den ÖPNV aus.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bezeichnet sie als eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte der Stadt: die Tram-Westtangente. Die neue Strecke, die Ende 2028 in Betrieb gehen soll, verläuft dann vom Romanplatz in Nymphenburg über die Fürstenrieder Straße in Laim, durch Sendling-Westpark und Hadern bis zur Aidenbachstraße in Obersendling. Doch bis dahin ist der Münchner Westen ein regelrechtes Baustellen-Labyrinth.
Anwohner des Stadtteils Sendling-Westpark, die auf dem Weg zur U-Bahn-Station Holzapfelkreuth sind, sollten sich inzwischen an das Bild gewöhnt haben: gesperrte Rad- und Fußwege, stockender Verkehr und einspurige Fahrbahnen. Die Arbeiten entlang der Fürstenrieder Straße, die die beiden Stadtteile Sendling-Westpark und Laim verbindet, sind seit Monaten in vollem Gange. Das hat auch Auswirkungen auf den Busverkehr.
Die regulären Haltestellen der Buslinien 51, 151 und 168 sowie die Nachtlinien können teilweise von den Bussen nicht angefahren werden. Deshalb werden die Haltestellen häufig verlegt. Doch gerade an großen Verkehrsknotenpunkten wie dem Laimer Platz kann es Fahrgäste mehrere Minuten kosten, die neue Haltestelle zu finden.
Maximilian Kaltner, Pressesprecher der MVG, war selbst vor Ort und kennt das Problem. Auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online erklärt er: „Es ist eine hochkomplexe Baustelle. Es werden nicht nur die Gleise für die Tram verlegt, sondern auch die Hauptwasserleitung 5 sowie zahlreiche andere Versorgungsleitungen erneuert.“ Doch das ist nicht alles: „Auch die Fuß- und Radwege sowie die Fahrbahn und U-Bahnzugänge werden erneuert.“ Und weil der Verkehr laut Kaltner weiterhin fließen muss, kommt es zu wechselnden Baubereichen sowie neuen Verkehrssituationen.
Dennoch sieht die MVG Handlungsbedarf: beispielsweise bei der Bushaltestellen-Beschilderung. „Wir wollen das optimieren“, sagt Kaltner. Er weist darauf hin, dass dort, wo sich normalerweise die Busfahrpläne an den Haltestellen befinden, jetzt Hinweise auf Haltestellenverlegungen zu finden sind. Auch im Netz können Fahrgäste alles über die Haltestellenverlegungen nachlesen: auf der Seite der MVG.
Auch wenn die Bauarbeiten an der Tram-Westtangente noch lange nicht abgeschlossen sind, gibt es doch einen ersten Lichtblick. Ende Februar 2026 soll laut Kaltner die Linie 14 im Abschnitt zwischen Agnes-Bernauer-Straße und Ammerseestraße in Betrieb gehen. Eigentlich hätte dies noch 2025 geschehen sollen, doch es kamen wiederholt unvorhergesehene Arbeiten dazwischen.
Anwohner der Stadtteile Sendling-Westpark und Hadern werden vorerst mit der Baustelle sowie mit den Verspätungen bei den Bussen leben müssen. Wer den Laimer Platz während dieser Zeit lieber meiden möchte, der kann beispielsweise von der Haltestelle Westpark mit der Buslinie 63 Richtung Rotkreuzplatz bis zum Heimeranplatz fahren. Von hier verkehren die Linien U4 und U5. Alternativ können Fahrgäste auch entlang des Westparks Richtung Laim laufen und von dort die Tramlinie 18 in die Stadt nehmen.