
Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr
Verdi legt Verkehr in München und Nürnberg lahm
07.02.2026 – 09:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Gewerkschaft ruft für Mittwoch zum zweiten Warnstreik in der aktuellen Tarifrunde auf. Pendler müssen sich auf massive Einschränkungen bei U-Bahnen, Straßenbahnen und vielen Buslinien einstellen.
Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem ganztägigen Nahverkehrs-Warnstreik in München und Nürnberg aufgerufen. Der Gewerkschaft zufolge sind U- und Straßenbahnen sowie Buslinien betroffen, die nicht von privaten Dienstleistern bedient werden. Die von der Bahn betriebene S-Bahn sowie Regionalbahnen bleiben hingegen in Betrieb.
Es handelt sich bereits um den zweiten Warnstreik in Bayern in der aktuellen Tarifrunde. Am vergangenen Montag hatte Verdi den Nahverkehr in mehreren größeren bayerischen Städten teilweise lahmgelegt. Auch damals waren München und Nürnberg betroffen.
Der stellvertretende Landesbezirksleiter Sinan Öztürk sagt: „Ein positives Signal seitens der Arbeitgeber hätte den zweiten Streiktag verhindert.“ Der erneute Warnstreik sei „alleine der Tatsache geschuldet, dass die Arbeitgeber mit ihren Äußerungen überdeutlich machen, dass sie die Nöte der Beschäftigten nicht ernst nehmen“.
In Bayern fordert Verdi eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Die bayerischen Städte weisen die Forderungen als zu hoch zurück.
Beim vergangenen Warnstreik waren in München U-Bahnen und fast alle Straßenbahnen außer Betrieb. In Nürnberg standen ebenfalls U-Bahnen und Straßenbahnen still. Der Streik wirkte sich auch auf den Autoverkehr aus. In München stieg der Staulevel dem Verkehrsdatenexperten TomTom zufolge im morgendlichen Berufsverkehr auf mehr als das Dreifache des Jahresdurchschnitts.