Das kann teuer werden

Urlaub: Verbraucherschützer warnen vor Kostenfallen


21.03.2026 – 00:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Passkontrolle am Washington Dulles International Airport (USA): Verbraucherschützer machen auf Kostenfallen bei Einreisedokumenten aufmerksam (Symbolfoto). (Quelle: Celal Gunes/imago-images-bilder)

Viele Reisende beantragen vor dem Urlaub digitale Einreisedokumente. Doch im Internet lauern Kostenfallen, die schnell unnötig teuer werden können.

Wer für die Osterferien eine Fernreise plant, muss oft vorab Formulare oder Genehmigungen ausfüllen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt jetzt vor privaten Anbietern, die dafür deutlich höhere Gebühren verlangen als offizielle Stellen.

Genau diese Unübersichtlichkeit nutzen private Dienstleister aus. Sie bieten die Beantragung der Dokumente gegen Gebühr an – oft zu deutlich überhöhten Preisen. „Drittanbieter haben dank der mangelnden Übersichtlichkeit leichtes Spiel, überhöhte Preise für die Beantragung der Reisedokumente zu kassieren“, erklärt Markus Hagge von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Viele dieser Seiten erscheinen weit oben in Suchmaschinen und wirken auf den ersten Blick offiziell.

Die Folge: Reisende zahlen häufig doppelt, einmal für die eigentliche Leistung und zusätzlich für den Vermittlungsservice. Ein Beispiel zeigt das deutlich: Für die Einreisekarte nach Thailand verlangen einige Anbieter rund 80 Euro, obwohl das Dokument offiziell kostenlos ist.

Neben den hohen Kosten sehen Verbraucherschützer ein weiteres Risiko. Bei der Beantragung geben Nutzer sensible Daten ein, etwa Reisepass- oder Kreditkartennummern. Diese Informationen gelten als besonders schützenswert, da Kriminelle sie missbrauchen könnten, etwa bei Datenlecks oder Hackerangriffen.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb, immer zuerst die Webseite des Auswärtigen Amtes aufzurufen. Dort finden Reisende aktuelle Einreisebestimmungen und Links zu den offiziellen Behördenportalen der jeweiligen Länder. Auch ein Blick ins Impressum hilft: Offizielle Seiten lassen sich so meist klar von privaten Anbietern unterscheiden.

Das Problem betrifft nicht nur Einreisedokumente. Auch für Dienstleistungen wie Nachsendeaufträge, Behördendokumente oder Schufa-Auskünfte verlangen Drittanbieter oft unnötig hohe Gebühren. Manche der Websites sind bewusst ähnlich gestaltet wie offizielle Angebote, um seriös zu wirken.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher immer genau prüfen, auf welcher Seite er sich befindet. Ein genauer Blick auf die Internetadresse und das Impressum schützt vor unnötigen Kosten und möglichen Datenrisiken.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet in diesen Fragen Unterstützung an – telefonisch, per Video oder vor Ort. So können Reisende vermeiden, in teure Online-Fallen zu tappen – und entspannt in den Urlaub starten.

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