„Komplett hilf- und fassungslos“

Veranstalter erhebt Vorwürfe gegen Stefan Mross


20.05.2026 – 21:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Stefan Mross: Seine Sendung „Immer wieder sonntags“ wird abgesetzt. (Quelle: IMAGO/Guenter Hofer)

Der Moderator hat die Vorgehensweise der ARD nach dem „Immer wieder sonntags“-Aus bemängelt. Nun gerät Stefan Mross selbst in die Kritik.

Seit März ist bekannt: Die beliebte Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ endet nach dieser Saison und über 30 Jahren in der ARD. Seit 2005 moderiert Stefan Mross die Show, die bis zuletzt erfolgreich lief. Mit einer Absetzung hatte der Volksmusikstar nicht gerechnet und wurde von der Entscheidung des Senders überrumpelt, wie er im Interview mit t-online deutlich machte.

„Ich war schockiert“, sagte er und bemängelte: „Das hätte man auch anders lösen können. Dass man sich nach 22 Jahren so trennt, ist nicht fair. So etwas macht man nicht.“ Nach der langen gemeinsamen Zeit habe es ihm im Trennungsgespräch vor allem an Empathie gefehlt.

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Doch genau dafür wird Stefan Mross nun selbst kritisiert. Ein Veranstalter macht dem Moderator heftige Vorwürfe, nachdem dieser einen Auftritt kurzfristig hatte platzen lassen. Im vergangenen November sollte Stefan Mross durch die Galanacht der Spitzenweine im „Steigenberger Kurhaus“ in Bad Neuenahr führen. Wochenlang war mit dem TV-Star geworben worden – doch dieser sagte unmittelbar vor dem Start des feierlichen Events ab.

Die aktuellen Äußerungen des Musikers hätten Andreas Lambeck, Geschäftsführer Ahrtal Marketing, jetzt dazu bewogen, offene Worte an Stefan Mross zu richten. „Besonders entsetzt war ich damals über deinen Umgang: Deine empathielose Art der kurzfristigen Absage als Moderator per WhatsApp – lediglich elf Stunden vor Beginn unserer Gala“, schreibt er bei Facebook.

„Das nennt man Karma“

Trotz vertraglicher Vereinbarungen und intensiver Absprachen, habe sich Stefan Mross einfach nicht mehr gemeldet. „Ich war in diesem Moment komplett hilf- und fassungslos. Ich habe versucht, dich zu erreichen – erfolglos. Du hast sogar meine Handynummer blockiert. Ohne Angabe von Gründen einfach abgesagt!“ Die Situation sei für ihn und sein Team äußerst schwierig gewesen, so Andreas Lambeck.

In Bezug auf Stefan Mross‘ Kritik an der ARD fügt er hinzu: „Das nennt man Karma. Wer öffentlich Empathie und Fairness einfordert, sollte diese Maßstäbe auch im eigenen Handeln konsequent anlegen.“ Das werfe Fragen hinsichtlich Verlässlichkeit, Verantwortung und gegenseitigem Respekt auf – „sowohl im Umgang mit Partnern als auch mit Menschen, die auf deine Zusagen vertrauen“.

Abschließend legt der Marketingmanager dem Moderator nahe, „innezuhalten und die eigene Perspektive ebenso kritisch zu hinterfragen, wie du es von anderen einforderst“. Stefan Mross hat sich bisher weder öffentlich noch auf Anfrage von t-online dazu geäußert.

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