Fall Fabian aus Güstrow: Gina H. wusch Auto
12.56 Uhr: Es sind Abertausende Handyaktivitäten, die die Ermittler ausgewertet haben. Gina H. und Matthias R. schreiben einige Nachrichten hin und her, zu diesem Zeitpunkt ist Fabian bereits tot und die Eltern vermissen ihren Sohn. Um 17.25 Uhr schickte die Angeklagte eine Sprachnachricht an R. und sagte, was sie gerade macht. „Dich vermissen, Auto sauber machen, das ist ganz schön mistig.“ Laut Anklage soll Gina H. Fabian mit ihrem orangen Pick-up von seinem Zuhause in Güstrow abgeholt, an den Tümpel nach Klein Upahl gebracht und dort getötet haben.
12.48 Uhr: Am 10. Oktober, dem Todestag Fabians, gab es um 12.49 Uhr, also im tatrelevanten Zeitraum, ein knapp siebenminütiges Telefonat zwischen R. und Gina H. Doch R. behauptet, er könne sich an den Inhalt nicht erinnern. In einer Sprachnachricht kurz darauf von R. an H. geht es erneut um Beziehungsprobleme. Später schrieb H.: „Ich will das alles nicht akzeptieren. Ich will uns hinbekommen.“ Der Richter konstatiert: „Offenbar haben Sie in dem Telefonat keine Lösung für Ihre Beziehung gefunden.“ Später schrieb Gina H.: „Ich liebe dich dafür zu sehr.“ Der Richter bohrt jetzt energisch nach, will den Inhalt des Telefonats erfahren.
12.29 Uhr: Matthias R. soll jetzt seinen Tagesablauf am 10. Oktober schildern, dem Tag, an dem Fabian getötet wurde. Er habe gearbeitet und noch einen Termin mit seinem Auto bei einer Werkstatt gehabt. Um 16.53 Uhr habe er einen Anruf von Fabians Mutter erhalten, dass Fabian verschwunden sei. Er habe Dorina L. dann geraten, zur Polizei zu gehen. Erst habe er sich nichts dabei gedacht und sich keine Sorgen gemacht. „Aber wo es immer später wurde, habe ich mir schon Sorgen gemacht.“ Gegen 20 Uhr habe er einen Suchaufruf auf Facebook gestartet. Gina H. habe er kurz vorher Bescheid gesagt. Sie habe „schockiert“ reagiert und nachgefragt, wo er sein könnte. Sie habe angeboten, bei der Suche zu helfen.
