12.48 Uhr: Am 10. Oktober, dem Todestag Fabians, gab es um 12.49 Uhr, also im tatrelevanten Zeitraum, ein knapp siebenminütiges Telefonat zwischen R. und Gina H. Doch R. behauptet, er könne sich an den Inhalt nicht erinnern. In einer Sprachnachricht kurz darauf von R. an H. geht es erneut um Beziehungsprobleme. Später schrieb H.: „Ich will das alles nicht akzeptieren. Ich will uns hinbekommen.“ Der Richter konstatiert: „Offenbar haben Sie in dem Telefonat keine Lösung für Ihre Beziehung gefunden.“ Später schrieb Gina H.: „Ich liebe dich dafür zu sehr.“ Der Richter bohrt jetzt energisch nach, will den Inhalt des Telefonats erfahren.

12.29 Uhr: Matthias R. soll jetzt seinen Tagesablauf am 10. Oktober schildern, dem Tag, an dem Fabian getötet wurde. Er habe gearbeitet und noch einen Termin mit seinem Auto bei einer Werkstatt gehabt. Um 16.53 Uhr habe er einen Anruf von Fabians Mutter erhalten, dass Fabian verschwunden sei. Er habe Dorina L. dann geraten, zur Polizei zu gehen. Erst habe er sich nichts dabei gedacht und sich keine Sorgen gemacht. „Aber wo es immer später wurde, habe ich mir schon Sorgen gemacht.“ Gegen 20 Uhr habe er einen Suchaufruf auf Facebook gestartet. Gina H. habe er kurz vorher Bescheid gesagt. Sie habe „schockiert“ reagiert und nachgefragt, wo er sein könnte. Sie habe angeboten, bei der Suche zu helfen.

12.25 Uhr: Am 9. Oktober, abends, schickte Gina H. R. erneut eine Sprachnachricht. Darin kritisiert sie, R. habe erneut Alkohol getrunken „Jedes Mal, wenn du nicht weiterweißt, nimmst du die Flasche und musst Bier trinken. Damit treibst du mich noch mehr von dir weg. Mach’s gut.“ Anschließend bricht die Kommunikation ab – bis zum 10. Oktober, dem Tag von Fabians Tod.

12.15 Uhr: Am Tag vor Fabians Verschwinden schickte R. eine Sprachnachricht an Gina H.: Er frage sich, warum Gina H. ihn beim Treffen am Tag zuvor „einfach nach Hause geschickt“ habe. „Das verstehe ich gerade nicht.“ Der Richter: „Wurden Sie rausgeschmissen?“ R.: „Ich wollte sowieso gehen.“ An Details könne er sich nicht erinnern, behauptet R. Eine weitere Sprachnachricht lässt aber vermuten, es sei erneut um die Beziehungs- und familiären Probleme gegangen. „Wie machen wir das mit den Kindern, wenn Fabian wieder regelmäßig zu uns kommen würde?“, fragte Matthias R. damals. Im Laufe des 9. Oktobers tauschten beide dann zahlreiche Nachrichten aus, in denen es weiter um die Probleme in der Beziehung geht.

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