Uschi Glas wünscht sich Rolle als grantige Bayerin

Münchner Schauspielerin

Uschi Glas will „biestig“ werden – ihr Mann ist schuld

25.11.2025 – 05:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Uschi Glas (Archivbild): Die Schauspielerin würde gern eine urbayerische Grantlerin spielen. (Quelle: IMAGO/Thomas Schröer/imago)

Uschi Glas hat einen überraschenden Rollenwunsch. Ihr Mann brachte sie auf die Idee – nachdem er sie bei einem Auftritt kaum verstanden hatte.

Eine Grantlerin, eine Biestige – das wünscht sich Uschi Glas als nächste Rolle. Die 81-jährige Schauspielerin, die seit den 1960er-Jahren in dutzenden Kino- und Fernsehfilmen vor der Kamera stand, hat verraten, was sie noch spielen möchte: „Na, eine Traumrolle ist es vielleicht nicht, aber: Ich würde gern mal so eine richtig gscherte Bayerin spielen.“

Die im niederbayerischen Landau an der Isar geborene Glas ist ganz natürlich des Bairischen mächtig. Auf die Idee für den Rollenwunsch brachte sie ihr Ehemann. Er war tief beeindruckt, als sie ihm Aufnahmen von ihrem Bühnenauftritt als Eliza in George Bernard Shaws Theaterstück „Pygmalion“ zeigte. In dem Stück kann sich das arme Blumenmädchen Eliza anfangs nicht gepflegt ausdrücken und bekommt vom Sprachwissenschaftler Professor Henry Higgins Ausspracheunterricht – um am Ende bei einer Party erfolgreich als Herzogin aufzutreten.

„Er hat überhaupt nichts verstanden. Er sagte: ‚Ist das Bairisch oder was heißt das denn? Ich verstehe dich nicht'“, erzählt Glas über die Reaktion ihres Mannes. Seit er diesen Auftritt kenne, liege er ihr in den Ohren: „Du musst unbedingt noch mal so was spielen. Das ist unglaublich. Man versteht dich kaum. Und ich hätte nie gedacht, dass du so was kannst – so derbe sprechen.“ Nun wolle sie sehen, ob sich eine solche Rolle biete: „Eine Biestige.“

Am 12. November erschien ein neues Buch der Schauspielerin. In „Du bist unwiderstehlich, Wahrheit“ sucht Glas, die sich in verschiedenen Bereichen sozial engagiert, im Gespräch mit der Holocaust-Überlebenden Charlotte Knobloch nach einer Haltung in Zeiten von Desinformation, Polarisierung und wachsendem Antisemitismus.

Aktie.
Die mobile Version verlassen