„Begeht schweren humanitären Fehler“

US-Präsident Trump fordert Asyl für Frauen-Nationalmannschaft

09.03.2026 – 17:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Spielerinnen von Irans Nationalmannschaft: Einige sollen in Australien Asyl beantragt haben. (Quelle: Dave Hunt/dpa)

Die iranische Frauen-Nationalmannschaft schwieg bei der Nationalhymne und muss nun wohl um ihre Sicherheit fürchten. Der US-Präsident findet klare Worte.

US-Präsident Donald Trump hat mit gewohnt markigen Worten von der australischen Regierung Asyl für Irans Fußballerinnen gefordert – und im Falle einer Ablehnung Hilfe durch die USA zugesagt.

„Australien begeht einen schweren humanitären Fehler, indem es zulässt, dass die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft in den Iran zurückgeschickt wird, wo sie höchstwahrscheinlich getötet werden. Tun Sie das nicht, Herr Premierminister! Gewähren Sie ASYL! Die USA werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Post wurde vom offiziellen X-Account des Weißen Haus geteilt. Die USA und Israel befinden sich seit Tagen in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Iran.

Wenig später berichtete Trump dann von produktiven Gesprächen mit Australiens Premier Anthony Albanese: „Er ist dran“, schrieb Trump ebenfalls bei Truth Social. „Um fünf wurde sich schon gekümmert, der Rest ist auf dem Weg“, schrieb Trump über die Asylverfahren. „Einige glauben aber, sie müssen zurück, weil sie sich um die Sicherheit ihrer Familien sorgen, inklusive Bedrohungen gegen die Familienmitglieder, wenn sie nicht zurückkommen“, so Trump weiter. Der Premierminister mache aber einen guten Job im Umgang mit der Situation.

Zuvor hatten Medien, darunter der Fernsehsender CNN, berichtet, dass fünf Mitglieder der iranischen Frauenfußball-Nationalmannschaft nach dem Aus beim Asien Cup bei den australischen Behörden Asyl beantragt haben. Eine offizielle Bestätigung von iranischer oder australischer Seite lag zunächst nicht vor.

Die Personen hätten aus Sorge um ihre Sicherheit das Teamhotel verlassen und sich in die Obhut der Polizei begeben, wie CNN mit Verweis auf eine nicht näher bestimmte Quelle berichtete. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA befand sich das am Sonntag ausgeschiedene Team am Montagnachmittag weiter in Australien.

„Die Sicherheit der iranischen Frauen-Nationalmannschaft hat für die Fifa höchste Priorität“, sagte ein Sprecher des Fußball-Weltverbandes bei PA. Man stehe in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und den relevanten Verbänden. Die iranische Trainerin Marziyeh Jafari hatte laut der australischen Nachrichtenagentur AAP gesagt: „Ich möchte bei meinem Land und den Iranern in meiner Heimat sein. Wir sehnen uns nach der Rückkehr.“

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