Sie wurde 92 Jahre alt

US-Feministin Gloria Steinem ist tot

Aktualisiert am 03.09.2026 – 13:37 UhrLesedauer: 2 Min.

Gloria Steinem: Im November 2013 verlieh der damalige US-Präsident Barack Obama der Feministin die „Presidential Medal of Freedom“.

Die bekannte US-Feministin Gloria Steinem ist mit 92 Jahren gestorben. Das gab ihre Stiftung bekannt.

US-Feministin und Journalistin Gloria Steinem ist tot. Sie starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York im Alter von 92 Jahren.

Wie ihre Stiftung am Donnerstag auf Instagram mitteilte, sei sie umgeben gewesen „von einigen der vielen, die sie liebten“. Die Aktivistin und Autorin habe sich „bis zum Ende für die Gleichstellung eingesetzt“, würdigte sie ihre Stiftung.

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Der Instagram-Post der Stiftung erlangte binnen kürzester Zeit sehr viel Aufmerksamkeit. In einem der Kommentare zu der Todesnachricht heißt es: „Ich fand Glorias Antwort toll, als der ‚Guardian‘ sie fragte: ‚Wie möchten Sie in Erinnerung bleiben?‘ Und sie antwortete: ‚Als jemand, der die Welt um sich herum ein wenig freundlicher und weniger hierarchisch hinterlassen hat.'“

Geboren 1934 in Toledo im US-Bundesstaat Ohio, wurde Steinem in den 1960er Jahren zu einer zentralen Figur der Frauenbewegung in den USA. Sie war Mitbegründerin des Magazins „Ms“, das 1972 erstmals erschien und sich als Plattform für feministische Themen etablierte.

Gloria Steinem: Die Feministin und Journalistin 1970 während einer Rede an der Syracuse University im US-Bundesstaat New York. (Quelle: IMAGO/Ron Sherman/Photographer)

Ihre journalistische Arbeit, darunter der berühmte Artikel „A Bunny’s Tale“, in dem sie undercover als Kellnerin in einem Playboy-Club arbeitete, brachte die systematische Diskriminierung und Objektifizierung von Frauen ans Licht. Steinem setzte sich für Themen wie reproduktive Rechte, gleiche Bezahlung, Gewalt gegen Frauen und die politische Teilhabe von Frauen ein. Ihre Reden und Schriften inspirierten Generationen von Aktivist:innen weltweit.

Neben ihrer journalistischen und aktivistischen Arbeit war Steinem auch Mitbegründerin zahlreicher Organisationen, darunter die „National Women’s Political Caucus“ und die „Women’s Action Alliance“. Ihre Autobiografie „My Life on the Road“ aus dem Jahr 2015 gibt Einblicke in ihr Leben als Aktivistin und Reisende, die unermüdlich für soziale Gerechtigkeit kämpfte. Bis zuletzt blieb Steinem eine prägende Stimme im Feminismus und ein Vorbild für viele Menschen.

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