
Besonders schmerzhaft
Blasenentzündung beim Mann: Symptome und Ursachen
Aktualisiert am 07.01.2026 – 11:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Männer sind deutlich seltener von Blasenentzündungen betroffen als Frauen. Wenn es sie trifft, weisen sie dafür aber wesentlich stärkere Beschwerden auf.
Auch Männer können eine Blasenentzündung bekommen. Erfahren Sie hier, wie sich diese typischerweise äußert und welche Ursachen bei ihnen dahinterstecken.
Aus anatomischen Gründen ist das Risiko für eine Blasenentzündung (Zystitis) bei Frauen wesentlich größer als bei Männern. Denn bei ihnen ist die Harnröhre kürzer und liegt näher am After. So können Bakterien leichter in die Blase gelangen und eine Entzündung verursachen.
Beim Mann kommt eine Blasenentzündung durch die längere Harnröhre daher deutlich seltener vor. Wenn sie auftritt, sind die Symptome allerdings besonders unangenehm. Neben ständigem Harndrang gehören dazu Blut im Urin, starke Schmerzen beim Wasserlassen und Fieber.
Besonders ab dem 40. Lebensjahr leiden immer mehr Männer an einem Infekt der Harnwege. Grund dafür kann eine Vergrößerung der Prostata sein. Diese meist gutartige Wucherung der Vorsteherdrüse führt zu einer Verengung der Harnröhre und damit zu einer Störung der Harnentleerung. Der sogenannte Restharn, der in der Blase zurückbleibt, ist ein Nährboden für Bakterien, durch die eine Blasenentzündung entstehen kann.
Neben männerspezifischen Ursachen kommen – wie auch bei der Frau – Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, Unterkühlung (zum Beispiel durch nasse Badekleidung) und Keime als Auslöser infrage.
Einfache Hausmittel wie Wärme und viel (Tee oder Wasser) trinken helfen, die Erkrankung zu behandeln. Auch die Ernährung mit antientzündlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst oder fettreichem Fisch kann eine Genesung unterstützen. Fertigprodukte, Schweinefleisch und Zuckerprodukte sollten vermieden werden.
Wenn sich nach drei bis vier Tagen keine Besserung einstellt, ist eine ärztliche Behandlung dringend erforderlich. Bei einer Blasenentzündung, die durch Bakterien verursacht ist, helfen die vom Arzt verordneten Antibiotika schnell (meist zwischen 3 und 4 Tagen), die Beschwerden zu lindern.