Besonders Senioren betroffen

Jeden Tag Durchfall: Wann es gefährlich wird


Aktualisiert am 09.05.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 3 Min.

Durchfall belastet den Körper: Es ist wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. (Quelle: urbazon/getty-images-bilder)

Viele Senioren klagen regelmäßig über dünnen Stuhl – oft wird das als harmlos abgetan. Doch ständiger Durchfall kann ernsthafte Ursachen haben.

Täglich flüssiger Stuhlgang – das ist für viele ältere Menschen nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu einem echten Gesundheitsproblem werden. Oft wird der Zustand über Monate hingenommen, statt die Ursachen abklären zu lassen.

Dabei kann ständiger Durchfall nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern auch auf Erkrankungen hinweisen, die eine gezielte Behandlung erfordern. Besonders im Alter drohen durch Flüssigkeitsverlust und Nährstoffmangel zusätzliche Risiken. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann täglicher Durchfall gefährlich ist – und was dagegen hilft.

Durchfall ist ein Symptom, keine Krankheit – und die Ursachen sind vielfältig. Gerade bei älteren Menschen verändert sich der Verdauungstrakt. Die Darmbewegung verlangsamt sich, die Schleimhäute sind empfindlicher und das Immunsystem reagiert schwächer auf Krankheitserreger. Hinzu kommt: Viele ältere Menschen nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Diese sogenannte Polypharmazie kann den Magen-Darm-Trakt belasten – besonders Antibiotika, Metformin (bei Diabetes) oder Magnesiumpräparate gelten als bekannte Auslöser von Durchfall.

Auch chronische Erkrankungen wie Reizdarm, Zöliakie oder Morbus Crohn kommen als Ursachen infrage. Hinzu kommen mögliche Unverträglichkeiten, etwa gegen Laktose oder Fruktose.

Für jüngere Menschen ist Durchfall oft nur unangenehm. Allerdings sollten auch sie bei lang anhaltendem Durchfall einen Arzt konsultieren. Im Alter kann Durchfall jedoch schnell gefährlich werden. Denn der Körper verliert bei flüssigem Stuhl nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium. Das kann zu Kreislaufproblemen, Muskelschwäche und sogar Verwirrtheit führen.

Besonders alarmierend wird es, wenn zusätzliche Beschwerden auftreten:

In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie empfiehlt bereits bei anhaltendem Durchfall ab zwei Wochen eine fachärztliche Abklärung.

Ein erster Schritt ist oft die Anpassung der Ernährung. Gerade im Akutfall können sanfte Lebensmittel helfen, den Darm zu beruhigen:

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