
Bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 stehen mehrere Therapiebausteine zur Verfügung. In der Regel erfolgt die Behandlung nach einem Stufenplan. Im ersten Schritt geht es um regelmäßige Bewegung, eine angepasste Ernährung und Gewichtsabnahme, falls notwendig. Diese Maßnahmen verbessern die Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin und senken den Insulinbedarf.
Ist die Änderung des Lebensstils nicht erfolgreich, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die zum Beispiel als Tabletten (orale Diabetika) eingenommen werden können. Reichen die Maßnahmen aus Stufe zwei nicht aus, werden zwei Medikamente miteinander kombiniert (Zweifachkombination), auch eine Therapie mit Insulin ist möglich. Wenn die Blutzuckerwerte dann noch immer nicht im Normbereich liegen, findet in Stufe vier eine intensivierte Insulintherapie statt, die bei Bedarf auch mit Tabletten kombiniert werden kann.
Wenn der Blutzucker bei Diabetikern falsch eingestellt ist, kann das schwere gesundheitliche Folgen haben. Liegen die Werte dauerhaft zu hoch, werden Blutgefäße, Nerven und Organe geschädigt. Häufige Begleiterkrankungen bei Diabetes sind:
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt helfen Diabetikern, das Risiko für Folgekrankheiten zu verringern. Der Arzt kann bestehende Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln.
Betroffene sollten ihren Lebensstil umstellen. Neben ausreichender Bewegung können noch vier weitere Faktoren das Diabetes-Risiko senken. Dies sind eine gesunde Ernährung, Normalgewicht, der Verzicht aufs Rauchen sowie nur mäßiger Alkoholkonsum. US-Forschern zufolge lässt sich das Diabetes-Risiko um 80 Prozent senken, wenn man diese fünf Faktoren beachtet.