Urlaub auf dem Schiff für Einsteiger – was Sie beachten sollten

Urlaub auf dem Schiff

Das sollten Sie bei Kreuzfahrtreisen beachten

Aktualisiert am 03.09.2023Lesedauer: 5 Min.

Kreuzfahrten: Die „Wonder of the Seas“ ist das größte Schiff der Reederei Royal Caribbean. (Quelle: Michel Verdure/Royal Caribbean/dpa-tmn/dpa)

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„Mein Schiff“, „Norwegian Bliss“: Bereits die Namen der Kreuzfahrtschiffe klingen nach Erlebnissen auf den Weltmeeren. Ein Überblick über die Angebote und Anbieter.

Der Kreuzfahrt-Markt ist unübersichtlich. Riesenschiffe mit mehr als 6.000 Passagieren gibt es, aber auch kleinere Boote. Unterschiedliche Bordsprachen werden offeriert, moderate, aber auch schwindelerregende Preise aufgerufen. Wie finden Reisende in dem riesigen Angebot das Passende für sich, und was macht die Anbieter aus? Ein Überblick.

Fangen wir beim Grundsätzlichen an: Vier große Player beherrschen den Markt. Die Royal Caribbean Group (RCI), die Carnival Corporation und die Norwegian Cruise Line Holdings (NCL) sind laut „Cruisemarketwatch.com“ die größten Anbieter, alle drei sind börsennotiert. Der vierte Player, die Mediterranean Shipping Company mit Sitz in Genf, ist sowohl in der Containerschifffahrt als auch als MSC Cruises im Kreuzfahrt-Business tätig und liegt in privater Hand.

Zur Carnival Corporation gehören Aida Cruises mit zwölf Schiffen, Carnival Cruise Lines, Costa Kreuzfahrten, die Cunard Line mit den drei „Queen“-Schiffen, die Holland America Line, Princess und Seabourn Cruises sowie P&O Cruises und P&O Australia.

Royal Caribbean mit Hauptsitz in Miami hat nach eigenen Angaben 63 Schiffe auf den Weltmeeren, ebenfalls unter verschiedenen Marken. Die aus sechs Schiffen bestehende „Mein Schiff“-Flotte der Tui Cruises etwa gehört zu 50 Prozent zu RCI. Auch an Hapag-Lloyd Cruises hält RCI einen Anteil, ebenso wie an Silversea und Celebrity Cruises.

Die amerikanischen Riesendampfer sind in der Karibik und Südamerika präsent, auch wenn sie im Sommer europäische Klassiker wie die Kanarischen Inseln ansteuern und im Mittelmeer kreuzen. Ebenso sind die Schiffe von Tui und Aida etwa in der Karibik oder vor der US-Ostküste rund um Neuengland unterwegs.

Die Visitenkarte der Amerikaner: Alles ist größer, bunter – und manchmal auch verrückter. Bezeichnend dafür: Die fünf größten Kreuzfahrtschiffe nach Passagierkapazität gehören Royal Caribbean. Die „Wonder of the Seas“ hat die „Symphony of the Seas“ an Platz eins des Rankings abgelöst, danach kommen die „Harmony“, „Allure“ und „Oasis of the Seas“.

Die „Wonder of the Seas“ bietet mehr als 5.700 Menschen in knapp 2.870 Kabinen Platz. 2.300 Crewmitglieder kümmern sich um die Reisenden. Auf 16 Decks gibt es kaum ein Angebot, das es nicht gibt. Die Schiffe sind wie ein riesiger Freizeitpark und so konzipiert, dass die Gäste in den Häfen gar nicht an Land gehen müssen.

Auch deutsche Schiffe sind in der Top 10 der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt vertreten: die „Aida Nova“ und die neuere „Aida Cosma“, beide in Papenburg gebaut und beide mit Flüssiggas unterwegs. Die Schiffe sind 337 Meter lang und verfügen über 2.732 Kabinen. Das kleinste Schiff der Flotte hingegen, die „Aida Aura“, ist „nur“ 203 Meter lang und hat 633 Gästekabinen.

„Mein Schiff“ von Tui Cruises gibt es derzeit in zwei Varianten: Neu gebaut sind die „Mein Schiff 1“ und „Mein Schiff 2“, auf denen je knapp 2.900 Passagiere bei Zweierbelegung der Kabinen mitfahren können. Die Schiffe mit den Nummern drei bis sechs fassen je 2.500 Reisende.

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