Wassersportler in Not

Unwetter: Umgestürzte Bäume, Konzert abgesagt

Aktualisiert am 31.07.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Gewitterfront zog über die Region Hannover und den Landkreis Hildesheim. (Quelle: Julian Stratenschulte)

Feuerwehren in mehreren Bundesländern waren wegen Unwettern am Donnerstagabend im Einsatz. In vielen Orten stürzten Bäume um, zwei Männer wurden verletzt.

In mehreren Teilen Deutschlands hat es am Donnerstagabend schweres Unwetter gegeben. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg.

Wegen eines Gewitters samt Sturm sind am Abend in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Wassersportler in Not geraten. Vier Paddler mit einem SUP-Board seien auf dem Schweriner See vom Wind abgetrieben worden, teilte die Polizei in Rostock mit. Alle erreichten schließlich noch selbst das Ufer – unverletzt. Auf der Unterwarnow in Rostock war ein 22-Jähriger mit einem Boot gekentert. Auch er konnte sich selbst aus dem Wasser retten, wurde aber wegen Schürfwunden medizinisch betreut.

Notfall auf einem See

Auf dem Plauer See gerieten zwei Personen mit ihrem Ruderboot in Seenot, wie es weiter hieß. Sie klammerten sich an eine Boje. Beide konnten von der Feuerwehr gerettet werden. Verletzt waren sie nicht.

In Niedersachsen hatten es Polizei und Feuerwehr vor allem mit umgestürzten Bäumen zu tun. In der Landeshauptstadt und in der Region Hannover war die Polizei bis zum frühen Abend im Einsatz, um mehrere Gefahrenstellen nach Sturmschäden abzusichern. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. In Hannover-Bothfeld und in Isernhagen in der Region Hannover stürzte den Angaben zufolge jeweils ein Baum auf ein Auto. Es kam zu Sachschäden.

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Auch ein Sprecher der Feuerwehr Hannover berichtete im Stadtgebiet von Hannover von mehreren umgekippten Bäumen oder abgebrochenen Ästen. Die Lage sei bis zum Abend aber „relativ entspannt“ gewesen, hieß es.

„Wir sind relativ verschont geblieben“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg, wo das Unwetter am Nachmittag etwa über die Lüneburger Heide gezogen war. Größere Schäden, abgedeckte Dächer oder gar Verletzte seien nicht bekannt, sagte der Sprecher. Im Landkreis Celle stürzten mehrere Bäume um.

Unwetterwarnungen am Nachmittag

Hagelkörner liegen auf einer Fahrbahn bei Wagenfeld in Niedersachsen, während sich ein Blitz im Hintergrund entlädt. (Archivbild) (Quelle: Thomas Lindemann)

Wenige unwetterbedingte Einsätze gab es in Südniedersachsen, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Göttingen sagte. Auch dort waren die Einsatzkräfte hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume gefordert.

Einsätze auch in Celle

Das Unwetter hat in Celle unter anderem Ziegel auf Dächern gelockert und dafür gesorgt, dass Straßen und Wege geräumt werden mussten. Die Feuerwehr berichtete, es habe sieben Feuerwehreinsätze im Stadtgebiet gegeben. In der Innenstadt entfernten die Einsatzkräfte Dachziegel, die auf die Straße zu fallen drohten, wie es hieß. Andernorts in der Stadt war ein größerer Ast auf die Straße gefallen. Zudem war ein Sonnenschirm auf ein Dach geweht worden. Kräftige Gewitter, teils mit heftigem Wind, waren am Donnerstag über Teile Niedersachsens gezogen.

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