Terence Hill: Eine Filmlegende wird 83

Berlin (dpa) – Seine blauen Augen sind sein Markenzeichen. Viele Jahre ritt er gemeinsam mit Bud Spencer in zahlreichen Filmen auf Erfolgskurs. Noch heute bringt das Duo jährlich bis zu 4000 internationale Fans zusammen.

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Auf dem “Bud Spencer und Terence Hill Festival” etwa frönen diese den alten Zeiten der 70er Jahre und genießen die legendären Filme und Soundtracks. Anfang des Jahres gab Terence Hill allerdings bekannt, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Die Familie würde nun an erster Stelle stehen. Heute feiert er seinen 83. Geburtstag.

Ein Leben zwischen Italien und Deutschland

Der Schauspieler wurde 1939 in Venedig als Mario Girotti geboren. Seine Mutter stammte aus Dresden, sein Vater aus der italienischen Region Umbrien. Anfang der 1940er Jahre zog die Familie nach Dresden, um Hills Vater die Arbeit als Chemiker bei der Schering AG zu ermöglichen. Terence Hill und seine beiden Brüder erlebten die schweren Bombardierungen der Stadt. Die Familie entkam nur knapp dem Tod.

Die ersten sechs Jahre seines Lebens sprach er nur deutsch, weshalb er die Sprache auch als seine Muttersprache bezeichnet. Die Familie kehrte nach Italien zurück, wo Hill seine Schule beendete, Schauspielunterricht nahm und ein Literaturstudium absolvierte.

Bud Spencer gesucht und gefunden

Seine ersten Auftritte vor der Kamera hatte er bereits mit 12 Jahren, 1959 folgte mit “Hannibal” der erste Film, an dem auch sein zukünftiger Filmkollege Bud Spencer mitwirkte. Die beiden lernten sich aber nicht erst am Filmset kennen. Sie feierten bereits große Erfolge in der Jugend, als sie beim Schwimmen zahlreiche Medaillen und Meisterschaften sammelten.

Für den Film “Gott vergibt … Django nie!” legten sich beide ihre mittlerweile bekannteren Künstlernamen zu. Bud Spencer, der bürgerlich Carlo Pedersoli hieß, und Terence Hill waren also seit 1967 unter diesen Namen bekannt. Der Film gilt als Geburtsstunde des Duos. Gemeinsam entwickelten sich Hill und Spencer zu einem großen Duo der Filmgeschichte. Zahlreiche Filme, vor allem Westernparodien gehörten zu ihrem Repertoire.

Während der Dreharbeiten zu “Gott vergibt … Django nie!” heiratete Hill seine heutige Ehefrau, die aus Deutschland stammende Lori Zwicklbauer. Das Paar hat zwei Kinder. Der Adoptivsohn Ross starb 1990 bei einem Autounfall. Der 1969 geborene Sohn Jess wirkt immer wieder in Produktionen seines Vaters mit.

Von Karl May zum Pfarrer in “Don Matteo”

In den 1960er Jahren wurde Hill insbesondere durch seine Engagements bei den Karl-May-Filmen in Deutschland bekannt. An vier Produktionen nahm er teil. Es folgten die vielen erfolgreichen Jahre an der Seite von Bud Spencer. Der 1970 erschienene Film “Die rechte und die linke Hand des Teufels” setzte Maßstäbe im Genre der Italo-Westernkomödien. Ein Jahr später folgte “Vier Fäuste für ein Halleluja”, 1972 “Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle”. So ging es viele Jahre lang weiter. 1984 versuchten sie es mit “Vier Fäuste gegen Rio”, doch der Erfolg früherer Jahre kam nicht mehr wirklich zurück.

Auch solo feierte Hill, der in Filmen wie “Keiner haut wie Don Camillo” oder “Die Troublemaker” auch mal hinter der Kamera stand, so einige Erfolge auf der Leinwand. Eine der bekanntesten Rollen hatte er Anfang der 1970er Jahre in “Mein Name ist Nobody”. Nach der Ära mit Bud Spencer konzentrierte sich Hill vor allem auf Serienproduktionen. Bis 2015 drehte er über vier Jahre bei “Die Bergpolizei – Ganz nah am Himmel” mit.

Einen Namen als Pfarrer machte er sich aber vor allem noch einmal mit der letzten Serie. Über 18 Jahre spielte er von 2000-2018 die Hauptrolle in der italienischen Serie “Don Matteo”.
2018 spielte er die Hauptrolle in “Mein Name ist Somebody”. Er war Drehbuchautor des Werks und führte zusätzlich die Regie. Der Film war eine Widmung an seinen 2016 verstorbenen Freund und Kollegen Bud Spencer.

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