Modern Studies: Highlands-Romantik auf höchstem Niveau

Berlin (dpa) – “Eine kleine Klang-Odyssee” sei jeder dieser zehn Songs, schrieb das Regionalblatt “The Scotsman” kürzlich über das neue Album des schottischen Quartetts Modern Studies. Selbst wenn die Begeisterung lokalpatriotisch eingefärbt sein mochte – die Einschätzung lässt sich durchaus teilen.

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Denn die Lieder von “We Are There” weichen von ausgetretenen Pfaden ab. Sie streifen streichersatten Soft- oder Piano-Pop (“Open Face”, “Do You Wanna”) und hymnischen Folk (“Wild Ocean”, “Won’t Be Long”) ebenso wie treibenden Rock (“Mothlight”) und Ambient-Experimente (“Winter Springs”).

Gekrönt wird diese immer auch ein wenig nach schottischer Highlands-Romantik klingende Soundkulisse durch prächtige Harmony-Gesänge von Emily Scott und Rob St John.

Sie werden immer besser

Vier hochgelobte Alben haben Modern Studies, deren Ursprünge in der Großstadt Glasgow und der zentralschottischen Region Perthshire liegen, seit dem Debüt “Swell To Great” (2016) auf dem Indie-Label Fire Records veröffentlicht. Stets war ein neues Album besser als das vorherige – was zu dem logischen Schluss führt, dass “We Are There” den bisherigen Höhepunkt des Schaffens dieser immer noch als Geheimtipp geltenden Band markiert.

Obwohl Modern Studies auf dem neuen Album aus nur vier Bandmusikern bestehen, fällt ihr Sound hier nicht weniger opulent aus als auf “Welcome Strangers” (2018) und “The Weight Of The Sun” (2020). Die wunderbar transparente Produktion ist ein Verdienst des Klangtüftlers Pete Harvey, der neben Bass und diversen Streichinstrumenten sogar eine Singende Säge (im alles überragenden Schlusstrack) beisteuerte.

Fazit: Wer klischeefreien britischen Folkrock – irgendwo zwischen den legendären Fairport Convention und den charmanten Belle & Sebastian – entdecken möchte, kommt anModern Studiesspätestens mit ihrem vierten Album kaum noch vorbei.

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