Erste Cheftrainerin der Bundesliga
Üble Kommentare über Eta – Union kontert
13.04.2026 – 08:48 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Beförderung Etas löst nicht nur Begeisterung aus, sondern zieht auch sexistische Kommentare nach sich. Union Berlin reagiert.
Der 1. FC Union Berlin hat sich auf X gegen sexistische Kommentare gestellt, die nach der Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin aufgetaucht sind. Die 34-Jährige ist die erste Frau, die ein Team in der Fußball-Bundesliga der Männer trainiert.
Eta übernimmt das Profiteam der Köpenicker bis Saisonende. Sie folgt auf Steffen Baumgart, dessen Entlassung überraschend kam. Im Netz wird der Personalwechsel kontrovers und teils unsachlich diskutiert. Ein Nutzer hatte geschrieben, ein Bundesliga-Trainer, der gegen Eta verliere, habe „für immer sein Gesicht verloren“. Es gebe „kaum etwas Peinlicheres.“ Der Klub antwortete darauf: „Aber genau das bist du, ein Sexist.“
Auf einen weiteren Kommentar, kein Spieler nehme eine Frau ernst, die von Taktik oder Fußball erzähle, reagierten die Eisernen: „Bei aller Liebe, aber das ist Sexismus.“ Die Union-Familie stehe hinter ihr, betonten die Köpenicker. Sie bezeichneten Eta als „Fußballgöttin“. Viele Nutzer lobten den Klub dafür.
Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner meldete sich zu Wort. Der CDU-Politiker erklärte: „Respekt und Anerkennung an den FC Union Berlin für diese Entscheidung. Ein starkes Signal für den Profifußball und für Frauen im Spitzensport.“ Allerdings schrieb Wegner den Doppelnamen der Trainerin falsch – bei „Louise“ fehlte das „o“. Nachdem der Klub ihn darauf hinwies, erklärte Wegner: „Da waren wir so überwältigt …“
