Ostsee-Novum

Ungewöhnliche Sichtung an Ostsee-Hafen

03.03.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Wal in der Ostsee (Archivbild): In Ostddeutschland wurde ein außergewöhnlicher Gast im Wasser entdeckt. (Quelle: Ulrich Perrey/dpa/dpa-bilder)

An der Küste von Wismar entdecken Schaulustige einen ungewöhnlichen Besucher. Doch das Tier hat ein Problem. Für die Ostsee ist der Fall beispiellos.

An der Ostsee hat im Hafen von Wismar am Dienstag ein Finnwal für Aufsehen gesorgt. Wann genau er dort aufgetaucht war, blieb unklar. Die ungewöhnliche Nachricht zog viele Schaulustige an, erklärte ein Sprecher der Stadt. Allerdings sei die Situation ernst. Denn das Tier sei in Not. Seit mehreren Stunden laufe eine Rettungsaktion, erklärte die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd. Zuerst hatte der Sender Ostseewelle berichtet.

Das etwa zehn bis zwölf Meter lange Tier hatte sich zuvor in einem rund einhundert Meter langen Stellnetz verfangen, hieß es weiter. Neben einem Schiff von Sea Shepherd rückten auch die Feuerwehr und die Wasserschutzpolizei mit insgesamt drei Booten aus.

Das Netz entfernten Einsatzkräfte und Sea Shepherd gemeinsam. Allerdings sei dabei eine Leine um den Körper des Tieres gewickelt geblieben, erklärte der Sprecher weiter. Sie zu lösen, sei schwierig. „Wir hoffen natürlich, dass wir in der Lage sind, das Tier zu befreien – vollständig.“ Denn man müsse davon ausgehen, dass das Tier noch weiter wächst. Finnwale können mehr als 25 Meter lang werden. „So eine Leine schneidet sich dann einfach noch weiter und weiter ein“, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd.

Das Tier sei durch das Netz und die bisherigen Rettungsversuche stark unter Stress geraten. Man wolle ihm deshalb zunächst wieder Ruhe gönnen und später einen erneuten Annäherungsversuch unternehmen.

Für die Ostsee ist ein solcher Fall ohne Beispiel. Dass sich Schweinswale – die bis zu 1,80 Meter lang werden – in Netzen verfangen, komme häufig vor, erklärte ein Sprecher der Stadt Wismar. Dass dies nun aber mit einem Großwal passiere, sei ein Novum.

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