
So schützen Sie sich
Unfall deckt neue Kostenfalle am E-Auto auf
15.01.2026 – 08:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein kleiner Wildunfall, ein paar Risse in der Front. Und plötzlich kommt eine gewaltige Rechnung. Mit einer dreisten Masche kassiert ein Abschlepper einen E-Auto-Fahrer ab. Und er ist kein Einzelfall. Wie man sich davor schützt.
Ein kleiner Riss in der Frontschürze, ein beschädigter Scheinwerfer – das ist Alltag auf deutschen Straßen. Für einen E-Auto-Fahrer im Harz endete ein Wildunfall jedoch mit einem finanziellen Desaster. Der Abschleppdienst berechnete 1.300 Euro Standgebühren. Die dreiste Erklärung: Das Fahrzeug müsse wegen Brandgefahr elf Tage in Sicherheitsquarantäne bleiben. In Wahrheit hatte der Betrieb jedoch einfach Betriebsferien.
Einige Abschleppdienste nutzen die Unsicherheit der Autofahrer aus. Sie behaupten beispielsweise, dass Akkus jederzeit in Flammen aufgehen könnten. Experten widersprechen: Bei Bagatellschäden reiche eine Beobachtung von 24 Stunden aus. Trotzdem verlangen Firmen horrende Tagessätze für abgesperrte Parkplätze.
Wer glaubt, seine Versicherung würde sich darum kümmern, irrt. Viele Versicherer und Autoklubs verweigern die Zahlung der sogenannten „Quarantänegebühren“. Der Fahrer bleibt somit auf den Kosten sitzen.
Den sichersten Schutz bieten Automobilklubs oder Ihr Versicherungsschutzbrief. Sie schicken ausschließlich geprüfte Vertragspartner. Wenn Sie die Wahl selbst treffen müssen, suchen Sie nach regionalen Betrieben mit festem Firmensitz.
Meiden Sie „Unfallgeier“: Das sind Abschleppdienste, die ungerufen an der Unfallstelle auftauchen. Diese Firmen wittern das schnelle Geld. Verlangen Sie stattdessen vorab eine verbindliche Auskunft über die Kosten für Anfahrt und Strecke – und zwar, bevor Ihr Auto am Haken hängt.
Ein wichtiges Qualitätssiegel ist die Mitgliedschaft im Verband der Bergungs- und Abschleppunternehmen (VBA). Seriöse Firmen weisen diese Zertifizierung nach und kalkulieren ihre Preise fair.