Umwelthilfe will gegen Tempo 50 auf Mittlerem Ring kämpfen

Mittlerer Ring

Aus für Tempo 30: Umwelthilfe kündigt rechtliche Schritte an

14.01.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Arbeiter montiert ein neues Tempo-50-Schild an der Landshuter Allee an: Eineinhalb Jahre lang durfte auf einem etwa 2,5 Kilometer langen Abschnitt nur 30 km/h schnell gefahren werden. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

Die Stadt München hebt Tempo 30 auf einem Abschnitt des Mittleren Rings wieder auf. Die Deutsche Umwelthilfe sieht darin einen Verstoß gegen den Luftreinhalteplan.

Die Anordnung stelle „einen eklatanten Verstoß gegen den Luftreinhalteplan dar, den die Stadt 2024 wegen zu hoher Belastung mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid nach einer erfolgreichen Klage der DUH nachschärfen musste“, teilte die Umwelthilfe mit. Damit spitzt sich der seit Jahren andauernde Streit um die Luftqualität in der Landeshauptstadt erneut zu.

Die DHU hatte 2024 vor Gericht durchgesetzt, dass die Stadt München an besonders belasteten Straßen wie der Landshuter Allee rasch zusätzliche Maßnahmen ergreifen muss, um die gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid einzuhalten. Der Schadstoff gilt als gesundheitsschädlich und kann unter anderem Atemwegserkrankungen sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verursachen.

Um eine Ausweitung der Umweltzone auf Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 5 zu vermeiden, führte die Stadt im Juni 2024 auf einem etwa 2,5 Kilometer langen Abschnitt des stark befahrenen Mittleren Rings Tempo 30 ein. Nachdem die gemessene Luftbelastung dort zwei Jahre in Folge unter dem Grenzwert gelegen hatte, ordnete Reiter nun die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung an. Seit diesem Dienstag gilt auf dem Abschnitt wieder Tempo 50.

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