So geben Sie selbstbestimmt

Umfrage: Trinkgeldvorschläge bei Kartenzahlung unerwünscht

Aktualisiert am 31.03.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Display eines Kartenterminals: Warum Trinkgeld-Pop-ups viele beim Bezahlen unter Druck setzen (Quelle: Gregor Tholl/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

Nur drei von zehn Deutschen finden Trinkgeldoptionen an Kartenterminals praktisch, viele stehen dem eher skeptisch gegenüber. Wer einige Tipps befolgt, steht bei der Zahlung weniger unter Druck.

Darf es noch ein wenig Trinkgeld sein? An Kartenzahlungsterminals erhält man immer öfter konkrete Trinkgeldvorschläge. Nicht selten geht es dort erst ab zehn Prozent los. Das gefällt längst nicht jedem. Gerade einmal drei von zehn Menschen in Deutschland finden das praktisch, hat eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergeben. Heißt auch: sieben von zehn nicht.

Besonders skeptisch gegenüber digitalen Trinkgeldvorschlägen zeigen sich demnach ältere Menschen – unter den über 65-Jährigen fällt die Zustimmung auf rund 22 Prozent ab. Die Gründe:

Um dem immer wiederkehrenden Dilemma des Trinkgeldgebens am Zahlungsterminal besser begegnen zu können, rät die Wirtschaftspsychologin Prof. Julia Pitters von der IU Internationale Hochschule, sich schon vor einer Zahlung bewusst zu machen, ob und wie viel Trinkgeld man geben möchte. So ist man weniger überrumpelt, falls am Kartenterminal plötzlich verschiedene Möglichkeiten auftauchen.

Auch der Austausch mit anderen kann dabei helfen, den inneren Kompass zu verschieben. Wer öfter dazu hingerissen ist, mehr zu geben als gewünscht, ist bei der nächsten Zahlung womöglich selbstbewusster, wenn er weiß, dass auch andere mitunter wenig oder kein Trinkgeld geben.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt zudem, sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen zu lassen – etwa weil hinter einem an der Kasse eine lange Schlange wartet. Wird keine der eigentlich gewünschten Trinkgeldoptionen angezeigt, hilft es, nachzufragen.

Die Umfrage hatte Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbands Bitkom durchgeführt. Dabei wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis 22. März 2026 mehr als 1.000 Menschen ab 16 Jahren telefonisch befragt.

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