
Hilfe aus Berlin
UKB bereitet sich auf Brandopfer aus Crans-Montana vor
02.01.2026 – 20:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Unfallkrankenhaus Berlin rüstet sich für die Aufnahme schwerverletzter Patienten aus Crans-Montana. Die Ärzte stellen sich auf eine monatelange Behandlung ein.
Das Unfallkrankenhaus Berlin plant die Aufnahme von drei schwerverletzten Brandopfern aus dem Schweizer Skiort Crans-Montana. Klinksprecher Hans-Christian Bustorf sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Ankunft der Patienten sei für Samstag vorgesehen.
Nach Angaben des Sprechers liegen 40 Hilfeersuchen für schwerverletzte Brandopfer aus Crans-Montana vor. Für diese wurde eine Behandlung in deutschen Kliniken angefragt.
Einige der Verletzten werden bereits in Deutschland versorgt. Krankenhäuser in Stuttgart, Tübingen und Ludwigshafen haben Patienten aufgenommen.
Die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte und Plastische Chirurgie am Berliner Unfallkrankenhaus, Leila Harhaus-Wähner, erklärte gegenüber Welt TV: „In der Zwischenzeit muss zum einen die Oberfläche erst einmal gereinigt und dann steril verbunden werden.“
Die Ärztin betonte die Komplexität der Verletzungen: „Bei den Verbrennungsverletzungen ist ganz typisch, dass eben nicht nur die Oberfläche verbrannt ist, also die Haut verloren gegangen ist, sondern es sich ganz schnell auch um eine systemische Erkrankung handelt, bei der eben alle anderen Organsysteme auch in Mitleidenschaft gezogen werden.“
Wie die Ärztin dem Nachrichtensender sagte, müsse die Mehrheit der Patientinnen und Patienten wahrscheinlich monatelang behandelt werden. Für die Hauttransplantationen seien mehrere Operationen nötig.
Das Schwerbrandverletztenzentrum am Berliner Unfallkrankenhaus ist nach eigenen Angaben eines der größten und modernsten Verbrennungszentren Europas für brandverletzte Kinder und Erwachsene.