Üppige Preise für Raritäten von Niedecken und Kasalla

Versteigerung vorbei

Üppige Preise für kölsche Raritäten


19.01.2026 – 13:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Wolfgang Niedecken mit seiner Ehefrau Tina Golemiewski (Archivfoto): Der Musiker stellt eine Goldene Schallplatte für Arsch huh zur Verfügung. (Quelle: Dave Bedrosian/imago-images-bilder)

Mehr als 4.000 Euro für den Kampf gegen Rechts: Bei der Arsch-Huh-Versteigerung zahlen Bieter ordentliche Summen. Was sie dafür bekommen.

Die Benefizauktion des Vereins Arsch Huh ist am Montagvormittag geendet. Insgesamt kamen allein durch die Versteigerung von Raritäten dreier Kölner Künstler 4.069 Euro zusammen – dazu wurden einige weitere kölsche Wertgegenstände für kleinere Summen versteigert.

Den höchsten Betrag erzielte dabei eine signierte goldene Schallplatte von BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken: 2.091 Euro zahlte der Höchstbietende für das Sammlerstück. Eine weitere goldene Schallplatte, dieses Mal von Herbert Grönemeyer, wechselte für 1.577 Euro den Besitzer. Ein „Meet and Greet“ mit der Kölner Band Kasalla ging für 401 Euro über den virtuellen Auktionstisch.

Auch der Kölsch-Sänger Björn Häuser, Musiker Gerd Köster, Komponist Arno Steffen und Autor Frank Schätzing stellten Gegenstände für die Versteigerung zur Verfügung. Alle haben ihre Wurzeln in Köln.

Die Versteigerung über Ebay war Teil einer größeren Spendenaktion, mit der Arsch Huh neue Formate gegen Rechtsextremismus finanzieren will. Neben den drei versteigerten Artikeln gehörten auch signierte Bälle und Trikots des 1. FC Köln zum Angebot.

„Alle Demokraten müssen ihre starke Stimme wiedergewinnen. Wieder laut werden. Nicht schweigen und resigniert zusehen, wie scheinbar unaufhaltsam alles kippt“, hatte Vorstandsmitglied Basti Campmann vor der Auktion erklärt. Der Verein will mit den Einnahmen im Jahr 2026 kulturelle Begegnungsräume in Köln und dem Umland schaffen.

Arsch Huh engagiert sich seit mehr als 30 Jahren gegen Neonazis, Rassismus und Ausgrenzung. Die erste Großveranstaltung „Arsch huh, Zäng ussenander“ fand am 9. November 1992 als Kundgebung auf dem Chlodwigplatz statt.

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