Überschwemmungen in Teilen des Landes – Lage spitzt sich weiter zu

Es könnte noch schlimmer werden

Überschwemmungen in Teilen von Bayern


12.02.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Verkehrsschild (Symbolbild): In Bayern steigen die Flusspegel gefährlich an. (Quelle: IMAGO/Ulrich Roth/imago-images-bilder)

Wochenlang hüllte eine Schneedecke die Felder und Straßen ein. Jetzt steigen die Temperaturen – und das Weiß schmilzt. Im Süden Deutschlands hat das Folgen.

In Teilen von Bayern gibt es leichte Überschwemmungen. Starker Regen und milde Tauwetter-Temperaturen lassen seit Mittwoch die Pegel an vielen Flüssen steigen. Besonders schlimm trifft es laut dem Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) die Regionen im Norden des Bundeslandes rund um die Itz und den Weißen Main.

Bereits am Donnerstagmorgen galt demnach rund um die beiden Flüsse die Meldestufe 2 von 4. Das bedeutet, dass Wiesen und Äcker überflutet sind und es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf überspülten Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen kommen kann. Im Laufe des Tages soll sich die Lage aber weiter zuspitzen, so der HND. Der Hochwasserdienst rechnet mit einer Erhöhung der Pegel – die Folge wären vollgelaufene Keller und die Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen.

Für die Stadt und den Landkreis rund um Coburg und Bamberg wurde von dem Dienst deshalb bereits Warnstufe Rot ausgerufen.

Nicht nur die Pegel der Itz und des Weißen Mains steigen, auch weitere Flüsse in Franken sind betroffen. Dazu zählen unter anderem die Baunach, die Rauhe Ebrach und die Steinach. Der HND warnt darüber hinaus, dass es auch an kleineren Gewässern ohne Warnpegel zu Ausuferungen und Überschwemmungen kommen kann.

Auch der Deutsche Wetterdienst hat für Teile Nordbayerns amtliche Warnungen wegen des Tauwetters herausgegeben. Sie gelten noch bis Freitagnachmittag, erklären die Wetterexperten auf ihrer Homepage. Es könnten durch das Tauwetter Abflussmengen um 40 Liter pro Quadratmeter erreicht werden, hieß es.

Im Osten Deutschlands machen sich die steigenden Temperaturen ebenfalls bemerkbar. Auf der Oder in Brandenburg sei der Wasserstand aufgrund der Eisdecke, die langsam brüchig werde und Verschiebungen auslöse, stark gestiegen, hieß es seitens des Landesamtes für Umwelt. Am Donnerstagvormittag wurde deshalb für Frankfurt an der Oder eine Hochwasserwarnung herausgegeben.

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