Über 25.000 Job-Abgänge fest vereinbart

Aktualisiert am 19.11.2025 – 08:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Sanierungsprogramm für die Kernmarke: Bei VW sollen langfristig 35.000 Stellen entfallen. Mehr als 25.000 Austritte sind bereits vereinbart. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa Pool/dpa/dpa-bilder)

Vor knapp einem Jahr einigten sich Volkswagen und die IG Metall auf ein umfassendes Sparprogramm. Bis 2030 soll ein Viertel der deutschen Stellen wegfallen. Nun zeigt sich, wie weit der Konzern damit ist.

Volkswagen kommt beim Stellenabbau in Deutschland schneller voran als bislang bekannt. Mehr als 25.000 Austritte sind nach Angaben des Konzerns bereits vertraglich vereinbart. Das entspricht gut 70 Prozent des geplanten Abbaus (35.000 Stellen bis zum Jahr 2030). Seit Ende 2023 ist die Belegschaft damit um mehr als 11.000 Beschäftigte geschrumpft, bestätigte ein Sprecher nach entsprechenden Medienberichten.

„Es ist gut zu sehen, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen“, sagt Markenchef Thomas Schäfer. Die Fabrikkosten in Wolfsburg, Emden und Zwickau seien im Schnitt um fast 30 Prozent gesunken. Zudem habe man Strukturen gestrafft: Jedes dritte Gremium innerhalb der Marke wurde abgeschafft, Entscheidungen sollen dadurch schneller fallen. Für alle deutschen Standorte gebe es außerdem inzwischen konkrete Vereinbarungen mit dem Betriebsrat.

Ganz am Ziel sieht Schäfer den Konzern dennoch nicht: „Wir haben noch einen Weg vor uns.“ Mit der Strategie „Volkswagen Boost 2030“ habe VW aber nun einen klaren Fahrplan, den das Unternehmen konsequent umsetze.

Die Grundlage des Programms wurde Ende 2023 nach langen Verhandlungen zwischen Unternehmen und Gewerkschaft gelegt: Bis Ende des Jahrzehnts soll rund ein Viertel der 130.000 Arbeitsplätze an den zehn deutschen Standorten sozialverträglich abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut der Vereinbarung ausgeschlossen. Der Abbau soll über Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen für jüngere Mitarbeitende, die freiwillig ausscheiden, erfolgen.

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