
Spiele müssen verschoben werden
Ubisoft rechnet mit Milliardenverlusten
21.01.2026 – 20:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Ubisoft rechnet mit massiven Verlusten im Geschäftsjahr 2025/26. Umstrukturierungen und Spielverschiebungen prägen die strategische Neuausrichtung.
Der französischen Spieleentwickler Ubisoft rechnet nach eigenen Angaben für das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem operativen Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro. Als Teil einer Umstrukturierung sagte das Unternehmen die Entwicklung von sechs Spielen ab, darunter die Neuauflage des Videospiel-Klassikers „Prince of Persia: Sands of Time“. Zudem verschob Ubisoft die Veröffentlichung von sieben weiteren Spielen. Darunter soll laut mehreren Medienberichten die Neuauflage des Spiels „Black Flag“ aus der bekannten „Assassin’s Creed“-Spielreihe.
Im Rahmen der Umstrukturierung von Ubisoft sollen viele der dutzenden Studios weltweit in ein branchenweit einzigartiges System von fünf „Kreativhäusern“ zusammengelegt werden, die sich jeweils der Entwicklung eines anderen Spielgenres widmen. Die fünf neue Einheiten von Ubisoft sollen rund die Hälfte der Ubisoft-Studios weltweit unter sich aufteilen. Der Geschäftsführer von Ubisoft, Yves Guillemot, bezeichnete die Umstrukturierung als „radikalen Schritt“.
Ubisoft hatte im Zuge von Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro in den vergangenen Jahren bereits etwa 3.000 Stellen weltweit abgebaut und Studios geschlossen. Am Mittwoch erklärte der Spieleentwickler den Start der „dritten und abschließenden Phase“ zur Einsparung von 200 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren.