TV-Moderatorin Anneke Dürkopp

Wenige Minuten nach ihrer dritten Fehlgeburt stand sie vor der Kamera


30.09.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Anneke Dürkopp: Die Moderatorin hatte vier Fehlgeburten. (Quelle: IMAGO/Christopher Tamcke)

Von 2014 bis 2023 moderierte Anneke Dürkopp das Wetter in den „Sat.1 Nachrichten“. Dabei ließ sie sich ihre privaten Dramen rund um ihren Kinderwunsch nie anmerken.

Anfang 30 konzentrierte sich TV-Moderatorin Anneke Dürkopp auf ihre Karriere, für Kinder war keine Zeit. Als sie schließlich ihren Partner Stefan kennenlernte, änderte sich das. Doch der Weg zum eigenen Kind war mit viel Schmerz verbunden. Im Podcast „Du fehlst“ sprach die heute 47-Jährige mit Fanny Michaelis über ihren unerfüllten Kinderwunsch.

Insgesamt erlebte Dürkopp vier Fehlgeburten. Beim ersten Mal wurde sie schnell schwanger. Als sie für einen Moderationsjob auf einer Messe in den USA war, hatte sie dann jedoch eine starke Blutung. Sie ahnte, dass sie das Kind verloren hat. „Da hab gemerkt, mir geht’s eigentlich nicht gut. Ich hab’s aber auch nicht gezeigt“, erinnerte sie sich im Podcast. Zurück in Deutschland bestätigte die Frauenärztin ihren Verdacht. „Dann habe ich gesagt, das passiert vielen, das ist jetzt nicht schlimm“, so Dürkopp.

Ein Jahr später wurde sie erneut schwanger. Doch dann hatte Dürkopp Seh- und Sprachstörungen – seltene Symptome einer Fehlgeburt. „Und da war dann klar, der Herzschlag, also das hat nicht richtig funktioniert. Da war kurz ein Herzschlag, weil es von Entwicklung so war, aber irgendwas hat da wieder aufgehört“, erzählte sie. Zunächst habe sie „nur geschlafen und geheult“, sich aber schnell wieder aufgerafft. Dann habe sie gearbeitet und „so getan, als wäre nichts gewesen“.

Dritte Fehlgeburt kurz vor TV-Aufzeichnung

Sie wurde ein drittes Mal schwanger – erlitt jedoch wieder eine Fehlgeburt. Kurz bevor sie das Wetter präsentieren sollte, bemerkte sie die Blutung auf der Toilette. „Mir war es auch sofort klar, dass es wieder eine Fehlgeburt wird. Ich wusste es sofort“, so Dürkopp. Die Aufzeichnung habe sie dennoch durchgezogen. Keiner ihrer Kollegen habe bemerkt, was ihr kurz zuvor passiert ist.

Beim Arzt wurde schließlich eine Gerinnungsstörung festgestellt. Sie bekam Medikamente, ihre vierte Schwangerschaft endete dennoch wieder in einer Fehlgeburt.

Im März 2019 ging ihr Kinderwunsch dann dank künstlicher Befruchtung in Erfüllung. Sie brachte einen Sohn zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt war sie fast 40 Jahre alt. Heute sagt sie: „Ich bin so glücklich, Mama sein zu können. Ich hab‘ mich immer gesehen mit einem Baby im Arm.“ Ihrem jüngeren Ich würde sie den Rat geben: „Gönn’s dir zu weinen. Sei liebevoller zu dir selbst. Das würde ich mir sagen. Sei nicht so hart zu dir.“

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