
„Trump würde Schimpftiraden loslassen“
WM-Boykott? TV-Kommentator Buschmann reagiert
03.02.2026 – 13:05 UhrLesedauer: 1 Min.
In gut vier Monaten startet die Fußball-Weltmeisterschaft. Im Vorfeld gibt es in Deutschland eine Boykott-Debatte. Auch ein bekannter Kommentator äußert sich.
TV-Kommentator Frank Buschmann hat sich zu einem möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in den USA, Kanada und Mexiko geäußert. Ein solcher würde laut Buschmann nichts bewirken. „Trump würde ein paar Schimpftiraden loslassen und weitermachen wie bisher. Die Fifa würde Europa nicht plötzlich entgegenkommen“, sagte er im Interview mit dem „Tagesspiegel“.
Politisch würde sich laut Buschmann durch einen Boykott nichts verändern – es schade hingegen nur denjenigen, die boykottieren, sprich den Spielern und auch den Fans, die dann kein Fußball schauen könnten.
Dennoch gäbe es einen Weg, durch den sich die Boykott-Debatte verstärken könnte. „Wenn überhaupt, dann wegen Sicherheitsbedenken. Wir haben gerade erlebt, dass in den USA ein NBA‑Spiel abgesagt wurde, weil die Lage zu angespannt war. Wenn so etwas gehäuft auftritt oder die innenpolitische Stimmung eskaliert, dann kommt man irgendwann an einen Punkt, wo Sportorganisationen reagieren müssen.“
Buschmann selbst werde nicht als Kommentator an dem Weltturnier teilnehmen. „Ich hätte für mich entschieden, nicht dort kommentieren zu wollen. Nicht, um ein Zeichen zu setzen, sondern weil ich mich dabei nicht wohlfühlen würde.“ Trotzdem werde Buschmann die Spiele im Fernsehen schauen. „Ich halte nichts davon, demonstrativ nicht zu schauen“, so der 61-Jährige.