
Verkehrschaos in Köln?
Warnstreik – Staus und Tunnelsperrungen drohen
20.01.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Für Autofahrer könnte es mancherorts ein harter Tag werden. Wegen Warnstreiks kommt es bundesweit auf Fernstraßen zu Einschränkungen.
Autofahrer müssen sich am Dienstag in Köln und der Region auf erhebliche Verkehrsprobleme einstellen. Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst und bei der Autobahn GmbH des Bundes kommt es zu Einschränkungen auf Autobahnen sowie auf Bundes- und Landstraßen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Proteste liegt in Nordrhein-Westfalen – und damit auch im Raum Köln. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollen am Nachmittag sämtliche 28 Tunnelleitzentralen im Land bestreikt werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW warnt deshalb vor möglichen Sperrungen und Einschränkungen an mehreren Tunneln, darunter auch Anlagen, die für den Kölner Verkehr von großer Bedeutung sind.
Betroffen sind vor allem längere Tunnel auf Bundes- und Landesstraßen, die bei einem Ausfall der Überwachung aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden müssen. Auto- und Lkw-Fahrer sollten daher insbesondere im Kölner Stadtgebiet und auf den wichtigen Verkehrsachsen im Umland mit Staus und Umleitungen rechnen.
Neben Köln sind auch weitere Standorte in Nordrhein-Westfalen betroffen, darunter Gelsenkirchen und Hamm. Bundesweit sind laut Verdi Warnstreiks an 18 Standorten geplant. Beschäftigte in Straßenmeistereien sowie in Verkehrs- und Tunnelleitzentralen legen vielerorts die Arbeit nieder.
Hintergrund der Aktionen ist der Tarifkonflikt bei der Autobahn GmbH des Bundes sowie im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaft Verdi zeigt sich unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen und fordert unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, um vor allem niedrigere Lohngruppen zu entlasten.
Verkehrsteilnehmer in Köln wird empfohlen, nach Möglichkeit auf den öffentlichen Nahverkehr auszuweichen oder mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen.