Daneben benommen

Tourist erhält lebenslanges Besuchsverbot für Trevi-Brunnen


27.02.2025 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Trevi-Brunnen nach der Wiedereröffnung: Das Barockbauwerk wird von Hunderten Touristen umringt. (Quelle: Andrew Medichini/AP/dpa/dpa-bilder)

Ein nächtlicher Ausflug in den Trevi-Brunnen endete für einen Neuseeländer mit einer herben Strafe. Sie ist auch eine Warnung vor der Hauptreisesaison.

Die Reisesaison hat noch nicht einmal so richtig begonnen, da fallen die ersten Touristen bereits negativ auf: Drei Besucher aus Neuseeland sind jetzt in Italiens Hauptstadt Rom dabei gestoppt worden, wie sie durch den berühmten Trevi-Brunnen wateten. Wie CNN berichtet, konnte sich einer der Männer beim Abführen aus dem Griff eines Polizisten befreien und sprang erneut in den Brunnen. „Hier war definitiv Alkohol im Spiel“, sagte der Sprecher der römischen Polizei CNN.

Der 30 Jahre alte Mann sei mit einer Geldstrafe von 500 Euro und mit einem lebenslangen Besucherbann belegt worden. Das heißt: Er darf sich nicht dabei ertappen lassen, jemals wieder das Barockdenkmal zu besuchen. Die Strafe soll den Angaben zufolge vor der Hauptreisesaison auch ein Zeichen setzen. Wer sich in Rom daneben benimmt, kommt nicht ungeschoren davon.

Der Trevi-Brunnen, der 1762 als Mündung eines Aquädukts erbaut wurde, war erst 2024 entleert und für rund 315.000 Euro gereinigt worden. Dabei wurden Schäden am Marmor repariert. Sie waren durch die vielen Millionen Münzen verursacht worden, die jährlich von Besuchern in den Brunnen geworfen werden.

Nach Angaben der römischen Polizei werden jährlich etwa ein Dutzend Touristen mit einem Bußgeld belegt, weil sie ihre Füße in den Brunnen hängen oder dort ihre Wasserflaschen auffüllen. Beides ist verboten.

Ein noch größerer Teil an Besuchern werde beim Münzenangeln ertappt. Rund 1,5 Millionen Euro an Münzgeld landen pro Jahr im Trevi-Brunnen. Wer denkt, hier ein paar Euros herausfischen zu können, begeht aber Diebstahl. Das Geld gehört der Stadt und wird von ihr an die Caritas weitergegeben. Die katholische Hilfsorganisation verwendet diese Mittel für verschiedenste wohltätige Zwecke, darunter Essensausgaben, Unterstützung von Familien in Not und Wohneinrichtungen für Bedürftige.

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