Traumbucht Caló des Moro könnte bald gesperrt werden

Eigentümer stellen Antrag

Traumbucht auf Mallorca soll gesperrt werden


02.02.2026 – 16:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Um zur Caló des Moro zu gelangen, muss man über ein Privatgrundstück laufen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Al Carrera/imago)

Die Caló des Moro ist bei Mallorca-Urlaubern beliebt. Nicht umsonst wird sie „Instagram-Bucht“ genannt. Doch den Anwohnern werden die Touristenmassen zu viel.

Mallorca gehört wohl zu den beliebtesten Urlaubszielen im Mittelmeerraum. Doch genau die große Popularität macht den Inselbewohnern immer mehr zu schaffen – Stichwort Übertourismus. In den vergangenen zwei Jahren gab es immer wieder Proteste gegen die Touristenmassen.

Doch es bleibt längst nicht nur bei Protesten. Inzwischen greift mitunter auch die Politik ein und erlässt neue Regeln und Verbote, um die Touristenflut einzudämmen. Und nun sind es sogar Privatpersonen, die sich wehren. So wie die Familie Oehm, der ein Grundstück gehört, das an der berühmten Bucht Caló des Moro liegt.

Wie der „Diario de Mallorca“ und die „Mallorca Zeitung“ berichten, habe die Familie Oehm bei den zuständigen Behörden einen Antrag gestellt, den Zugang zur Bucht mit einem Zaun zu sperren. Der Weg zur Bucht führt unter anderem über das Grundstück der Eigentümer – und das sehr zu deren Leidwesen.

Denn die vielen Besucher in der „Instagram-Bucht“, wie die Caló des Moro oft genannt wird, hinterlassen Spuren. Wie es in dem Bericht heißt, müssen die Anwohner Müll wegräumen, beschädigte Vegetation neu pflanzen und teilweise sogar Brände löschen. Schätzungen zufolge werden die Caló des Moro und die angrenzende Bucht Cala s’Almunia von einer halben bis einer Million Badegästen pro Saison besucht.

Die Familie versuche der „Mallora Zeitung“ zufolge schon länger, eine Lösung für das Problem zu finden. Bisherige Versuche seien aber immer gescheitert. Nun haben die Grundstückseigentümer ein umfangreiches Gutachten verfassen lassen, das die Auswirkungen der vielen Besucher protokolliert. Mit der behördlichen Genehmigung eines Zaunes wolle man eine „rechtmäßige Schließung“ erzielen.

Wie erfolgreich der Antrag tatsächlich sein wird, ist unklar. Laut „Mallora Zeitung“ mussten erst kürzlich die Zugänge zu einem Grundstück in der mallorquinischen Gemeinde Sóller wieder für die Allgemeinheit geöffnet werden, die durch die Eigentümer eines Küstenanwesens versperrt worden waren.

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