Kult im Karneval

Tot in seinem Wirtshaus entdeckt: Trauer um „Prinz Pascha“


24.03.2026 – 09:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Harald Müller bei einem „Loss mer schwade“-Auftritt (Archivfoto): Er verstarb am Wochenende. (Quelle: Imago/imago-images-bilder)

Schock im Kölner Karneval: Gastronom Harald Müller wird leblos in seiner Gaststätte gefunden. Einst sorgte er für einen bundesweiten Eklat.

Der Kölner und Pulheimer Karneval trauert: Harald Müller ist tot. Der Gastronom und langjährige Karnevalist wurde am Sonntag leblos in seiner Gaststätte „Wirtshaus am Markt“ in Pulheim aufgefunden – kurz nach seinem 61. Geburtstag. Als Todesursache wird ein Herzinfarkt vermutet.

Die Nachricht verbreitete sich rasch über die sozialen Netzwerke. Der gebürtige Franke und bekennende Fan des 1. FC Nürnberg hinterließ im rheinischen Karneval deutliche Spuren. In der Session 2012/2013 erlangte er als Prinz Harald I. der „Ahl Häre“ landesweite Bekanntheit. Auch, weil die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer einen seiner Auftritte mit Gefolge im Kölner Etablissement „Pascha“ öffentlich scharf kritisierte.

In seiner Rolle als früherer „Hausmeister“ des „Pascha“ engagierte sich Müller für den Verein „Pascha für Menschen in Not e.V.“ und sorgte damit regelmäßig für Gesprächsstoff in der Szene. Für die kommende Session war Harald Müller erneut als Prinz für Pulheim vorgesehen.

Die „Ahl Häre“ würdigte ihr langjähriges Mitglied in einem emotionalen Facebook-Beitrag: „In den letzten 16 Jahren hat uns viel miteinander verbunden. Wir sind dankbar, Harald in unseren Reihen gehabt zu haben.“ Die Gedanken des Vereins gelten seiner Lebensgefährtin Bianca, seinem Sohn Florian und der gesamten Familie.

Die 1. KG Straßenbahnsitzung, bei der Müller als Wirt und enger Freund galt, erklärte: „Harald Müller war nicht nur unser Kamerad, er war auch Familienvater, guter Freund und Wirt mit Herzblut.“

Harald Müller hinterlässt seine Lebensgefährtin Bianca und seinen Sohn Florian.

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