Kritischer Schritt für „Artemis 2“-Crew

Dieses Manöver beim Mondflug ist unumkehrbar


02.04.2026 – 18:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Triebwerkszündung (TLI) bringt das „Orion“-Raumschiff auf seine Flugbahn zum Mond. (Quelle: KI-Bild / ChatGPT)

Nach Tests in der Erdumlaufbahn nehmen die „Artemis 2“-Astronauten Kurs auf den Mond. Das dafür notwendige Manöver ist ein kritischer Moment im Flugplan.

Die Mondrakete ist gestartet und die Astronauten befinden sich im All. Da kann nichts mehr schiefgehen auf dem Weg zum Erdtrabanten, oder?

Doch. Der Start einer Rakete ist zwar ein komplexer technischer Vorgang, ohne den kein Astronaut jemals ins All gelangen würde. Das Manöver, das die Raumfahrer auf den Weg zum Mond schickt, ist aber eine ganz andere Herausforderung.

Erst der sogenannte „Trans-Lunar Injection Burn“ ist der entscheidende Schritt, der das Raumschiff mit einer Triebwerkszündung aus der Erdumlaufbahn schießt und auf den Kurs zum Mond bringt. Bei der „Trans-Lunar Injection“ (TLI) wird das Triebwerk des „Orion“-Raumschiffs gezündet, um die Kapsel aus ihrer Erdumlaufbahn auf eine Flugbahn zum Mond hin- und zurückzubringen. Bei der „Artemis 2“-Mission soll der TLI etwa 23 Stunden nach dem Start der Rakete erfolgen.

„Ab diesem Moment gibt es keine Rückholmöglichkeit mehr“, sagt Esa-Astronaut Matthias Maurer im Gespräch mit t-online. Die Astronauten könnten nach der TLI ihre Kapsel nicht einfach stoppen oder zur Erde umdrehen. Das ganze Manöver sei somit unumkehrbar. „Die gesamte Route muss dann abgeflogen werden“, so Maurer.

Mit anderen Worten: Der TLI legt die gesamte Flugroute des Raumschiffs fest, inklusive Flugbahn um den Mond und Landung auf der Erde. Nur kleinere Kontrollen der Flugbahn können die Astronauten dann noch vornehmen.

Aber: Auch wenn der „Trans-Lunar Injection Burn“ für die Astronauten und das Nasa-Raumfahrtkontrollzentrum in Houston ein kritischer Schritt ist, bringt er die Raumkapsel auf einen deutlich entspannteren Kurs als bei den Erdumrundungen zuvor.

„Sobald die ‚Orion‘-Kapsel den Weltraumschrott-Gürtel verlassen hat, ist es ein ruhiges ‚Cruisen‘ zum Mond“, sagt Maurer. Auf dem Weg zum Erdtrabanten gebe es deutlich weniger Gefahren als im Erdorbit, wo unzähliger Weltraumschrott herumfliege, der die Raumkapsel beschädigen könne.

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