Traditionssegler „Ethel von Brixham“ droht zu zerbrechen

Dramatischer Einsatz vor Cuxhaven

Traditionelles Segelschiff droht zu zerbrechen


02.02.2026 – 17:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ (Archivbild): Er war im Einsatz für das Leck geschlagene Traditionsschiff. (Quelle: DGzRS)

Auf der Außenelbe gerät ein 30 Meter langes Holzschiff in Seenot. Es steckt fest und droht zu zerbrechen. Vier Segler und ein Hund sind in Gefahr.

Vor Cuxhaven hat die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mehrere Menschen von einem havarierten Traditionssegler gerettet. Wie die Seenotretter am Montag mitteilten, hatte sich der 1890 gebaute Schoner „Ethel von Brixham“ am Samstagmittag auf der Außenelbe festgefahren.

Ein erster Freischleppversuch scheiterte, weil der Zweimaster schon zu fest auf den Steinen des Leitdamms vor Cuxhaven saß. Die Seenotretter und die Crew der „Ethel von Brixham“ beschlossen zunächst, das nächste Hochwasser gegen Mitternacht abzuwarten, um dann einen neuen Versuch zu starten.

Aber plötzlich verschlechterte sich die Lage laut DGzRS dramatisch: Bei auflaufendem Wasser stellte die Besatzung des Havaristen gegen 21 Uhr einen Wassereinbruch fest. Kurz darauf meldete der Bootsführer, dass sich der Kiel des hölzernen Stagsegelschoners leicht wölbe. Er fürchtete ein Auseinanderbrechen.

Zu diesem Zeitpunkten fiel auch noch eine der Lenzpumpen der „Ethel von Brixham“ aus. In der Situation beschlossen die Seenotretter, die gesamte Crew von Bord zu holen und in Sicherheit zu bringen. Vier Segler und ein Hund wurden von dem Schoner gerettet und nach Cuxhaven gebracht.

Laut „Kieler Nachrichten“ ist die „Ethel von Brixham“ schwer beschädigt und wohl nicht mehr schwimmfähig. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Weser habe den britischen Eigner zur schnellen Bergung aufgefordert. Eine erste Untersuchung sei am Montagmorgen erfolgt, hieß es.

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