Traditionsreicher Baggerhersteller Atlas ist pleite

Nach über 100 Jahren

Traditionsreicher Baggerhersteller meldet Insolvenz an


Aktualisiert am 10.02.2026 – 12:58 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Zweiwegebagger der Marke Atlas im Einsatz: Der Baumaschinenhersteller sucht nach Investoren. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Die branchenweite Marktschwäche bringt den Baggerhersteller Atlas in eine finanzielle Schieflage. Jetzt sucht das Traditionsunternehmen nach einem Weg aus der Krise.

Der Baumaschinenhersteller Atlas ist insolvent. Wie unter anderem die „Wirtschaftswoche“ berichtet, stellte das Unternehmen mit Sitz in Ganderkesee im niedersächsischen Landkreis Oldenburg einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Delmenhorst.

Grund für die wirtschaftliche Schieflage sei eine seit „Längerem andauernde, branchenweite Marktschwäche in der Baumaschinen- und Bauwirtschaft, die zu deutlich rückläufigen Auftragseingängen und einer niedrigeren Auslastung geführt hat“. Das teilte das 1919 gegründete Unternehmen mit.

Die Sanierung in Eigenverwaltung ist dabei eine Variante der Insolvenz, die auf den Erhalt des Unternehmens abzielt. So bleibt die Geschäftsführung weiterhin im Amt und steuert die Restrukturierung selbst, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter die Abläufe überwacht.

„Der Geschäftsbetrieb der Atlas GmbH wird fortgeführt. Produktion, Ersatzteilservice und Kundendienst laufen planmäßig weiter“, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Bis einschließlich April 2026 seien Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld gesichert.

Die Atlas-Gruppe produziert und vertreibt vor allem Bagger, Baumaschinen und zugehörige Dienstleistungen. Zuletzt erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von rund 150 Millionen Euro. Insgesamt zählen die betroffenen Atlas-Gesellschaften rund 400 Mitarbeiter.

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