
Polizei geht von Verbrechen aus
14-Jähriger liegt tot an See: Mutter äußert sich
Aktualisiert am 29.01.2026 – 19:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Spaziergänger machen einen grausigen Fund an einem See – ein 14-Jähriger liegt leblos am Ufer. Jetzt meldet sich seine trauernde Mutter zu Wort.
Sie sagte der „Bild“-Zeitung am Donnerstag: „Er hat mir gestern Abend gesagt, dass er zu seinem Schützenverein muss, um seine Uniform anzuprobieren.“ Als er nach einigen Stunden nicht zurückgekommen sei, habe sie sich Sorgen gemacht. Dann habe sie den Chef des Schützenvereins angerufen – doch der habe ihr gesagt, dass es nie ein solches Treffen gab.
Der leblose Körper des 14-Jährigen war am Mittwoch gegen 17 Uhr von Spaziergängern entdeckt worden – am Ufer des Waldsees im Stadtteil Hackenbroich im Westen der Stadt. Seine Leiche wies Verletzungen auf. Wie der Junge starb, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt.
Am Tag nach dem Fund fuhr eine eingerichtete Mordkommission mit den Ermittlungen fort. Polizisten durchsuchten die Umgebung und auch den See nach einer etwaigen Tatwaffe. Erste Zeugen seien vernommen worden, teilte die Polizei mit. Einen Verdächtigen gebe es bislang nicht. Am Donnerstagabend war die Obduktion der Leiche nach Angaben der Polizei noch nicht abgeschlossen. Die Ermittler suchen dringend Zeugen, denen am Mittwochabend in der Umgebung etwas aufgefallen ist.
Bei dem 14-Jährigen handelt es sich um einen Eritreer, der in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen gelebt hatte. Er sei völlig unbescholten gewesen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Seine Mutter lebte laut „Bild“-Zeitung gemeinsam mit ihm sowie einem weiteren sieben Jahre alten Kind in der Unterkunft.
Über ihren verstorbenen Sohn sagte sie der Zeitung: „Sein Benehmen war weltklasse, das hat auch seine Lehrerin immer gesagt. Er war hier im Schützenverein, im Fußballverein und hat als Hundetrainer gearbeitet.“