Deutliche Kritik von TV-Experte

Trainer-Rauswurf bei Union „hat ein Geschmäckle gehabt“


05.05.2026 – 17:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Steffen Baumgart: Der Ex-Union-Trainer stand in Deutschland auch schon für den SC Paderborn, 1. FC Köln und Hamburger SV an der Seitenlinie. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger/imago)

Mitte April trennte sich Union Berlin von Trainer Steffen Baumgart. Ex-Profi Torsten Mattuschka kritisierte den Verein nun für sein Vorgehen.

Der ehemalige Fußballprofi Torsten Mattuschka hat sich zum Rauswurf von Steffen Baumgart bei Union Berlin geäußert. Dieser sei für ihn „maximal überraschend“ gekommen, sagte der 45-Jährige dem rbb.

Baumgart war nach Unions Niederlage beim 1. FC Heidenheim (1:3) noch in der Nacht entlassen worden. Als „nicht cool“ bezeichnete Mattuschka nun den Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Trennung. „Um 23:57 Uhr nach so einem Spiel in Heidenheim – das war schon komisch. Ich fand, das hat ein Geschmäckle gehabt“, betonte der heutige TV-Experte und kritisierte seinen Ex-Klub deutlich: „Das hat Steffen Baumgart auch nicht verdient. Das hätte man schon anders moderieren können.“

Als Nachfolgerin für Baumgart installierte Union mit Marie-Louise Eta die erste Frau als Cheftrainerin eines Bundesligaklubs. Die 34-Jährige verlor mit der Mannschaft die ersten beiden Partien gegen Wolfsburg (1:2) und in Leipzig (1:3), holte dann aber am vergangenen Wochenende einen Punkt gegen Köln (2:2). Dieser reichte, um den Abstieg zu verhindern.

„Am Ende ist der Klassenerhalt sicher“, sagte Mattuschka über den entscheidenden Zähler gegen Köln, schränkte jedoch ein: „Den einen Punkt, den Marie-Louise Eta geholt hat, hätte Baumi aber sicherlich auch noch geholt.“

Mattuschka gilt bei Union Berlin als Klublegende. Der gebürtige Rostocker stand zwischen 2005 und 2014 in 281 Pflichtspielen für die Köpenicker auf dem Rasen. Dabei gelangen ihm 61 Treffer und 64 Vorlagen. Vor und nach seiner Zeit in Berlin spielte er zudem für Energie Cottbus.

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