Toni Kroos kürt Matthias Sammer zum besten TV-Experten im deutschen Fußball

„Man hat ihn immer verstanden“

Toni Kroos lobt viel kritisierten Ex-ARD-Experten


Aktualisiert am 30.01.2026 – 07:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Toni Kroos: Für drei TV-Experten hegt der Weltmeister von 2014 große Sympathien. (Quelle: IMAGO/Oscar J. Barroso/imago)

Toni Kroos und sein Bruder Felix haben ihre besten Fußballexperten im deutschen Fernsehen gewählt. Die Nummer eins darf über einen Klub im TV nicht mehr sprechen, ein anderer war jahrelang abgetaucht.

Über den Fußball lässt sich auf allen Ebenen streiten und diskutieren: So gehen die Meinungen bei den Zuschauern auch regelmäßig auseinander, wer ein guter Kommentator oder eine gute Kommentatorin ist und welcher Experte das Geschehen am besten analysiert. In ihrem gemeinsamen Podcast „Einfach mal Luppen“ haben Toni und Felix Kroos ihr persönliches Ranking vorgestellt, wer am TV-Mikrofon die beste Figur abgibt. Einigkeit in den Platzierungen gibt es beim Brüderpaar nicht.

Für Felix Kroos landet das ZDF-Duo Christoph Kramer und Per Mertesacker auf Platz drei. Sie würden es „richtig gut“ machen. Toni Kroos wählte nur einen Teil seiner ehemaligen DFB-Kollegen und setzte Kramer auf Rang zwei. „Ich höre sehr gerne zu, wenn er redet – ob man seiner Meinung ist oder nicht, sei mal dahingestellt.“ Er sei ein „Topexperte“.

Auf den dritten Rang wählte Toni Kroos hingegen Mehmet Scholl. „Er hat die Fußballsprache gesprochen, als aktiver Fußballer hat man ihn immer verstanden“, erinnerte er sich. Zudem lobte er die eigene Art des Ex-Bayern-Spielers und dass er es „sympathisch und amüsant rübergebracht“ hat.

Scholl war von 2008 bis 2017 TV-Experte in der ARD, doch nachdem er sich beim Confed-Cup 2017 geweigert hatte, über Doping im russischen Fußball zu sprechen, trennten sich beide Seiten. Der Ex-Nationalspieler war auch zuvor mit seinen Aussagen immer wieder angeeckt. Zur EM 2024 kehrte er in einem eigenen Format bei der „Bild“-Zeitung zurück.

Auf Platz zwei steht für Felix Kroos Matthias Sammer, der für Prime Video die Champions League begleitet und von Kroos für sein „aggressives Expertentum“ gelobt wird. Der 58-Jährige sei „inhaltlich top, immer sehr gut vorbereitet“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi. Zudem erkennt er eine Entwicklung. „Er ist entspannter und lustiger geworden, hat an Lockerheit gewonnen. Und sagt immer authentisch seine Meinung.“

Das kann jedoch auch negative Auswirkungen haben. Im Januar 2025 kritisiert er die Leistung von Borussia Dortmund als Experte bei Prime Video scharf. „Die Mannschaft ist körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung“, sagte er damals – obwohl er neben seiner TV-Tätigkeit als externer Berater für den BVB arbeitete. Da er weiter in der Beratungsfunktion tätig ist, darf er bei Übertragungen der Westfalen beim Streamingdienst nicht mehr vor der Kamera stehen.

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